Highlight: Aktuelle Kinovorschau: Film-Highlights im August und September 2018

„Der Pate – Teil III“: Keine Patenlösung

Die Geschichte von „Der Pate III“ ist eine Geschichte der Kuriositäten. Es ist der Film, der niemals sein sollte. Francis Ford Coppola hatte geschworen, dass es keinen weiteren „Paten“ geben würde – und das war sehr klug, denn natürlich gab es keine Möglichkeit, seine beiden Meisterwerke zu übertreffen. Es gab aber die Möglichkeit, die Saga der Corleones weiterzuerzählen. Und weil Coppola mäßige und mäßig erfolgreiche Filme gedreht hatte, falsche Entscheidungen gefällt und in Weinberge investiert hatte (manche sagen, er sei selbst ein Weinberg geworden), ließ er sich zu dem dritten Film überreden. Vor 26 Jahren kam er in die Kinos.

Es mangelte nicht an Geld und gutem Willen. Coppola wollte. Mario Puzo wollte. Paramount wollte. Al Pacino wollte. Der Kameramann Gordon Willis wollte auch. Natürlich hatten sie keine Chance. „Der Pate III“ hat MOMENTE, er erzählt die überladene, undurchsichtige und eigentlich bekloppte Geschichte natürlich als Tragödie und italienische Oper – weshalb es allzu naheliegend ist, dass das tragödienhafte Opernfinale in und vor einer Oper stattfindet. Gordon Willis hat den Bildern jene goldbraune Patina verliehen, die an Alte Meister denken lässt. Diane Keaton und Thalia Shire spielen wieder mit, dazu Eli Wallach, Andy Garcia und HELMUT BERGER, die jungen Bridget Fonda und Sofia Coppola. Es ist viel Talent versammelt, es sind große Namen.

Godfather-3-Garcia-and-Coppola-e1421381734754
Er will den „Paten“ beerben: Vincent Corleone (Andy Garcia) mit Mary Corleone (Sofia Coppola)

Aber dann sieht man Al Pacinos Gesicht und mehr noch seine Frisur, und man weiß gleich, dass er nicht mehr der Mann ist, der 1974 verlassen im Garten seines Anwesens am Lake Tahoe saß. Er ist jetzt in New York, ihm wird von der katholischen Kirche irgendein Eumel für die Unterstützung sizilianischer Familien verliehen – wen soll er auch sonst unterstützen? Pacino bringt die Last der vielen Rollen mit, die er nach 1974 gespielt hat: Er bringt „Scarface“ mit, „Sea Of Love“ und „Revolution“ und „Dog Day Afternoon“, und das ist ganz schlecht. Al Pacino ist jetzt PACINO, nicht Michael Corleone, aber er will verzweifelt noch einmal der Pate sein, er will auch den Oscar, und er strengt sich furchtbar an, und man merkt es so sehr, dass es schmerzt.



Spoiler der Kinogeschichte: Sechs überraschende Wendungen

Wenn uns die legendären Wendungen der Kinogeschichte etwas lehren, dann das: Am Ende ist es oft doch ganz anders, als es scheint. Wir spoilern sechs verblüffende Schlüsselmomente der Filmgeschicht – erinnerungswürdige Szenen die unsere Annahmen auf den Kopf stellten, die uns staunend zurückließen oder für mächtig Gruselgefühle sorgten. Das Imperium Schlägt Zurück (1980) Spoiler: Im Jahr 1980 wird das Verhältnis von Darth Vader und Luke Skywalker geklärt. Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis … ein Verwandtschaftsverhältnis zwischen Gut und Böse, das als einer der größten Filmspoiler der Kinogeschichte durchgeht. Für Luke Skywalker geht Anfang…
Weiterlesen
Zur Startseite