Spezial-Abo

Freiwillige Filmkontrolle


Paul McCartney: „Ich habe einen virtuellen John Lennon“


von

Paul McCartney denkt oft zurück an seine Zeit mit den Beatles, doch über die Jahre verblassen die Erinnerungen. In einem Interview gestand er sich ein, dass Filmmaterial über die Beatles ihm helfe, sich an ihre Freundschaft zu erinnern.

Beim Ansehen von Ausschnitten aus Peter Jacksons kommender Doku „The Beatles: Get Back“ fühlte sich McCartney in seinen Erinnerungen bestätigt. „Es bestätigte meine Erinnerungen an die Beatles, die voll von Glück und Können waren“, so McCartney. Die Dokumentation beleuchtet vor allem auch die Schattenseiten in der Bandgeschichte. Als der Sänger und Bassist dabei zusah, wie die Band auseinander ging, fing er an, sich Vorwürfe zu machen. Doch er wusste, dass er nicht allein verantwortlich war.

Denn zwischen den Beatles gab es eine Abmachung, über die McCartney im Interview mit „The Sunday Times“ das erste mal sprach. „Wir trafen die Entscheidung, sollten es mit den Beatles einmal enden, dann würden wir damit auch nie wieder anfangen.“

Wenn es ihnen einmal schlecht ging, verarbeiteten sie das in einem Song. Und dabei blieb es auch. „’Hilfe, ich brauche jemanden‘ schrieb John in einem Song. Und ich dachte ‚Naja, es ist nur ein Song‘. Doch es stellte sich heraus, dass es ein Hilfeschrei war“, so erinnerte er sich an die Aufnahmen von „Help“.

In Erinnerungen schwelgend erklärt McCartney, dass sie lieber Scherze machten anstatt ernst zu sein. „Sich über Dinge lustig zu machen, war, wie, sich vor Problemen zu verstecken“. Nachdem sich die Band im Jahr 1970 auflöste, kippte die Stimmung rapide. „Wir alle gingen durch Phasen, in denen wir nicht so glücklich waren, wie wir sollten“, sagt Paul McCartney heute.

Auch deshalb sei es ein Segen für ihn gewesen, dass er und John Lennon nach Jahren wieder Freunde wurden. Beim Schreiben neuer Songs denk er oft daran, was Lennon aus seinem Material machen würde: „I’ve got a virtual John that I can use.“ „McCartney III“ erscheint am 18. Dezember. Es ist nach „McCartney“ (April 1970) und „McCartney II“ (Mai 1980) das langerwartete Finale seiner Solo-Album-Trilogie.


Wie es dazu kam, dass die Beatles zum ersten Mal Marihuana rauchten

Paul McCartney hat die alte Anekdote aufbereitet, wie es das erste Mal dazu kam, dass die Beatles stoned waren – mit Bob Dylans Hilfe. „Ich bin mir nicht sicher, ob er sehr scharf darauf ist, dass ich das erzähle, aber jetzt geht's los“, sagte McCartney im Interview für „Uncut“ und fährt fort: „Es war im Delmonico Hotel an der Park Avenue und 59. in New York City im August 1964.“ Beatles: Der erste Marihuana-Zug Auf der Afterparty im Hotelzimmer seien alle Beatles erstmal „gute Jungs“ gewesen und hätten Scotch und Cola getrunken. „Dann kam Dylan an und ging mit seinem…
Weiterlesen
Zur Startseite

3 Monate ROLLING STONE nach Hause

Grafik Abo 3 Ausgaben für 9,95 €