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Blackout Tuesday
Highlight: Die größten Musiker aller Zeiten: The Who – Essay von Eddie Vedder, Pearl Jam

Pearl Jam und „Ten“: Hardrock, aber verdammt seelenvoller Hardrock

Pearl Jam – Ten ★★★★★

Reissue von 2009, Deluxe-, Legacy-, Super-Collectors Edition) ROLLING STONE 9/2009

Pearl Jam 1992

Bei Pearl Jam lief fast nie etwas nach Plan. Da ist es konsequent, dass das opulente Reissue von „Ten“ krumme 18 Jahre später erscheint. Tatsächlich will die Band bis zu ihrem 20. Jubiläum 2011 all ihre Alben in Neuauflagen veröffentlichen, dies ist also nur der Anfang- und gleichzeitig schon der Höhepunkt der Feierlichkeiten.

„Ten“ ist eines dieser klassischen Alben, deren Hits („Alive“! „Even Flow“! „Jeremy“!) so oft gespielt wurden, dass man darüber in all den Jahren fast vergessen konnte, was für eine Leistung das gesamte Debüt war. Selten klang eine so junge Band so entschlossen. Es muss ein magischer Moment gewesen sein, als die Musiker, die in Seattle schon kleine Stars waren, auf Eddie Vedder trafen, der in San Diego bislang nur als Surfer aufgefallen war.

Gitarrist Stone Gossard war jedenfalls schnell klar, dass Vedder kein gewöhnlicher Mucker war wie all die Biertrinker, mit denen er bislang gejammt hatte. Der Sänger schenkte ihm gelegentlich Gedichte oder Zeichnungen, als kleine Aufmerksamkeit. Gossard fand das rührend und wohl auch ein bisschen seltsam, und so ist das im Grunde bis heute geblieben: Pearl Jam sind eine großartige Rockband, doch ohne Vedder wären sie eben nur das: sehr gute Musiker und Melodienfinder, die das Spiel mit der Dynamik perfekt beherrschen. Der Identifikationsfaktor und die Innerlichkeit kamen mit dem belockten Grübler, der Zeilen schrieb wie „Thoughts arrive like butterflies …“

Kurt Cobain warf den Kollegen bekanntlich immer vor, dass sie im Herzen Hardrocker waren, aber sie waren verdammt seelenvolle Hardrocker, und in keinem Moment überschattete die gelegentliche Breitbeinigkeit die enorme Wucht der Gefühle. „Ten“ war damals von Rick Parasher produziert worden, es klang der Band immer etwas zu massig. An die Remaster-Version ließen sie nun ihren Stammproduzenten Brendan O’Brien, der die Songs sorgfältig, aber sacht neu abmischte.

Lässt keine Wünsche offen

Er reduzierte den Breitwandsound zugunsten einer tatsächlich ansprechenderen Direktheit. Interessanter als die kleinen Unterschiede zwischen Original und Aufbesserung sind allerdings die sechs Bonus-Tracks, die zeigen, dass Pearl Jam trotz der recht kurzen gemeinsamen Zeit schon genügend Material hatten, um auch starke Songs erst mal liegenzulassen. Das kraftvolle „Just A Girl“, angeblich der erste Song den Pearl Jam je zusammen geschrieben haben, hätte sich auf „Ten“ gut gemacht, „State Of Love And Trust“ wurde später dank des „Singles“-Soundtracks dann ja dann noch zum Hit.

Paul Bergen Redferns


Pearl Jam über George-Floyd-Proteste: „Es ist unser aller Verantwortung zuzuhören und zu lernen“

Wie auch viele andere Künstler haben Pearl Jam ihre Plattform genutzt, um auf den Tod von George Floyd und Rassismus aufmerksam zu machen. Die Band betonte, dass auch sie „es besser machen“ müsste im Kampf gegen Ungerechtigkeit. Vergangene Woche starb in Minneapolis der Schwarze George Floyd durch Polizeigewalt, als der Polizist Derek Chauvin für acht Minuten sein Knie in Floyds Nacken drückte. Die Reaktionen darauf spiegeln sich in unzähligen Protesten weltweit wider. Zuhören und lernen „Pearl Jam begann mit der Liebe zur Musik und zu sozialer Gerechtigkeit“, schreiben die Rocker in ihrem Statement. „Unsere Gemeinschaft hat reflektiert, wo es in…
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