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Pearl Jam

Nach der Bandgründung 1990 bestand das Line-up von Pearl Jam aus Eddie Vedder (Gesang), Jeff Ament (Bass), Stone Gossard (Gitarre) und Mike McCready (Gitarre). 1998 löste Matt Cameron den vierten Schlagzeuger Jack Iron ab, der zuvor bei den Red Hot Chili Peppers spielte. Seit dem Suizid von Nirvana-Sänger Kurt Cobain (1994) ist Pearl Jam die erfolgreichste Band der Grunge-Bewegung weltweit, ihr Debüt-Album „Ten“ (1991) gilt als Klassiker des Genres.

Pearl Jams Debüt-Album „Ten“ wurde 1991 zum weltweiten Erfolg, vor allem nachdem Nirvana mit ihrem Album „Nevermind“ (1991) die Musikrichtung Grunge etabliert hatten. „Ten“ und „Nevermind“ prägten die neu entstehende Szene, „Ten“ hielt sich zwei Jahre in den Billboard-Charts und erreichte 13-fachen Platinstatus.

Mit dem zweiten Album „Vs.“(1993) stellten Pearl Jam einen Rekord auf, der fünf Jahre lang ungebrochenen blieb: die Platte verkaufte sich innerhalb der ersten Woche fast eine Million Mal. Pearl Jam litten anschließend unter dem Ruf, zu kommerziell zu arbeiten und sich zu sehr Standard-Klischees zu bedienen, weshalb sie bei „Vitalogy“ (1994) auf einen raueren, abwechslungsreicheren Sound setzten.

Nach dem Tod Kurt Cobains 1994 wurden Pearl Jam zur erfolgreichsten Band der frühen Grunge-Szene, obwohl sie ihren Sound später deutlich in Richtung Alternative Rock öffneten.

1995 traten Pearl Jam zusammen mit Neil Young live auf und produzierten mit ihm das Album „Mirror Ball“ (1995), das unter Youngs Namen veröffentlicht wurde. Zwei Songs der gemeinsamen Aufnahmesessions landeten nicht auf dem Album. Pearl Jam veröffentlichten sie 1995 als EP „Merkinball“.

Einen Sonderstatus erreichte das Album „No Code“ (1996), das aufgrund der experimentellen Klänge und fehlenden Promotion zwar nicht kommerziell erfolgreich wurde, aber von vielen Fans als die beste Platte von Pearl Jam bezeichnet wird.

Die Band zeigte ihr ausgeprägtes soziales Engagement, als sie 1999 „Last Kiss“ von Wayne Cochran coverten und zur Benefiz-Single zur Kosovo-Krise machten. Es wurde ihre bis dahin erfolgreichste Single.

2002 steuerten Pearl Jam mit dem Album „Riot Act“ ihrem Sound mehr Blues bei und ernteten dafür durchweg positive Kritik. 2004 wurden Pearl Jam für ihren Beitrag „Man Of The Hour“ zu der Filmmusik von „Big Fish“ für den Golden Globe nominiert.

2013 veröffentlichten Pearl Jam ihr zehntes Album „Lightning Bolt“.

Pearl Jam haben wir außerdem gefunden in:

05.05.2021:  Lou Reed stieß viele Hörer mit seiner klaustro­phobischen, wohlig­gruseligen Verneigung vor Edgar Allan Poe ab. Dabei gibt es hier viel zu entdecken. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Lou Reed – „The Raven“

04.05.2021:  Brian Johnson und die Foo Fighters haben den Song im Rahmen des „Vax Live“-Benefizkonzertes in Los Angeles aufgeführt. in Foo Fighters spielen „Back In Black“ von AC/DC mit Brian Johnson

21.04.2021:  Niemand kann dieses Album leiden (am wenigsten Michael Gira). Da­bei gibt es wunderbare Melodien zu entdecken. in Die meistunterschätzten Alben aller Zeiten: Swans – „The Burning World“

Reviews zu Pearl Jam


  • Pearl Jam - Vs.

    Pearl Jam lehrten uns, dass nicht das dritte, sondern bereits das zweite Album "das schwierige" sein kann. Dennoch überzeugten sie mit "Vs.".

  • Pearl Jam live - Berlin, 02-World

    Eddie Vedder latscht wie immer eher unauffällig auf die Bühne, die Band trottet so hinterher. Und doch stehen in dieser Sekunde alle in der ausverkauften O2-World sofort auf, auch auf den Rängen. Das ist nicht selbstverständlich, und es hat erst mal noch nichts mit Euphorie zu tun (die kommt später), sondern mit Respekt. Es gibt […]

  • Pearl Jam – Twenty

    Das Hammersmith Apollo wirkt überfüllt, die Bühne zu eng für all die Orchestermusiker. Peter Gabriel schreitet im kleinkarierten Hemd mit Jäckchen (Design: Jill Taylor) umher; daneben stehen Tochter Melanie und Ane Brun; das New Blood Orchestra fiedelt und bläst unter Leitung des jungen Ben Foster – und die Songs, darunter Kompositionen von Paul Simon, Lou […]

  • Pearl Jam – Live On Ten Legs

    Der Live-Mitschnitt für Sparsame: Pearl Jam feiern sich selbst. Es gibt sie ja wirklich. Jene Pearl-Jam-Freunde, die noch jeden Live-Mitschnitt ihrer Lieblinge horten. Seit vielen Jahren bereits veröffentlicht die amerikanische Band im Prinzip sämtliche Konzerte auch als Live-Album respektive persönliche Erinnerung für jene, die dabei gewesen sind. Zunächst konnte man die schnöden Pappschuber mit der […]

  • Pearl Jam – Backspacer

    Die ersten Minuten verheißen noch nichts Großes. „Gonna See My Friend“ reimt desire auf retire, mantra“artig wiederholt Eddie Vedder im Refrain den Songtitel, die Gitarren bratzen dazu auf altbekannte Weise. Am Ende waren bei Pearl Jam die schnelleren (Punk“)Rocksongs nie die, an die man sich jahrelang erinnert. Doch dann gelingen der Band bei ihrem neunten […]

  • Pearl Jam – Backspacer

    Die ersten Minuten verheißen noch nichts Großes. „Gonna See My Friend“ reimt desire auf retire, mantra-artig wiederholt Eddie Vedder im Refrain den Songtitel, die Gitarren bratzen dazu auf altbekannte Weise. Am Ende waren bei Pearl Jam die schnelleren (Punk-)Rocksongs nie die, an die man sich jahrelang erinnert. Doch dann gelingen der Band bei ihrem neunten […]

  • Pearl Jam - „Ten“

    Bei Pearl Jam lief fast nie etwas nach Plan. Da ist es konsequent, dass das opulente Reissue von „Ten“ krumme 18 Jahre später erscheint. Tatsächlich will die Band bis zu ihrem 20. Jubiläum 2011 all ihre Alben in Neuauflagen veröffentlichen, dies ist also nur der Anfang- und gleichzeitig schon der Höhepunkt der Feierlichkeiten.„Ten“ ist eines […]

  • Pearl Jam – Ten

    Das Debüt mit viel Schnickschnack in allen Formaten Bei Pearl Jam lief fast nie etwas nach Plan. Da ist es konsequent, dass das opulente Reissue von „Ten“ krumme 18 Jahre später erscheint. Tatsächlich will die Band bis zu ihrem 20. Jubiläum 2011 all ihre Alben in Neuauflagen veröffentlichen, dies ist also nur der Anfang —und […]

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    Gerade erschien die 7-CD-Box „Live At The Borge“, schon kommt das nächste Live-Dokument. Zu ihren fünf Konzerten in Italien nahmen Pearl Jam Fotograf Danny Clinch mit, der hier als Regisseur fungierte und eher einen Tourfilm als eine stringente Konzertaufnahme im Sinn hatte. So wird bei den 20 Stücken wild hin- und hergesprungen, von Mailand nach […]

  • Pearl Jam – Pearl Jam

    Sechzehn Jahre Pearl Jam. 16 Jahre. Die Überlebenden der damaligen Explosion Seattles haben ihre Band gerettet. Sie müssen jetzt nichts mehr beweisen, sich nur noch vor sich selbst rechtfertigen. Mike Mc-Cready sagte es in diesem Heft vor einem Monat selbst: „Unser Packaging war immer gut.“ Das stimmt. Selbst wenn Pearl Jams zählbare Relevanz seit „No […]

  • Die besten Musikfilme. Pearl Jam: Live At The Garden, 2003

    Es hat lange gedauert, bis Pearl Jam sich vom Roskilde-Schock erholt hatten, aber spätestens im Juli vergangenen Jahres war es soweit. Ihr Auftritt im Madison Square Garden wird zum ganz großen Wurf – was am grandiosen Zusammenspiel der Band lag, vor allem aber an Eddie Vedder. Die Mischung aus gewohnt ernstem Pathos und einer neuen […]

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    Solche Hunde sollten wirklich nicht auf Nimmerwiederhören verschwinden. Was sich bei Pearl Jam seit 1991 an Überschuss angesammelt hat, würde auf den Hit-Alben manch anderer Bands immer noch herausragen. Chad Kroeger dürfte „Lost Dop“ zumindest nachdenklich stimmen. Was haben Pearl Jam, was Nickelback, Staind oder Creed fehlt? Vor allem Ambitionen. Sie geben nicht dem einfachsten […]

  • Pearl Jam – Live At The Garden - DVD von Birgit Fuß

    Bei Pearl Jam ist das natürlich anders. Ernst. Obwohl Eddie Vedder jetzt ganz schön oft lächelt. 30 Songs lang wird er in New York gefeiert, nicht gerade als Messias, aberdoch zumindest als einer, dem man jedes verdammte Wort glaubt Und wie viele große Worte und Lieder es hier gibt: „Love Boat Captain“, „Wish List“, „You […]

  • Pearl Jam – Single Video Theory - DVD von Birgit Fuß und Arne Willander

    Warum ausgerechnet jetzt die Dokumentation zu „Yield“ veröffentlicht wird, gehört zu den Geheimnissen der DVD-Kultur. Als gäbe es nicht genügend Neues von Pearl Jam. Trotzdem: „Guest List“, „Wish“ und „All Those Yesterdays“ hört man immer wieder gern, und die Filmchen dazu j sind nicht nur gewohnt künstlerisch, sondern geben auch einen kleinen Einblick ins Innenleben […]

  • 82. Pearl Jam – No Code 1996 - Die 100 besten Alben

    Das Angenehme daran, dass Pearl Jam-Alben von nun an weitestgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit erschienen, war, dass man nicht mehr über das Gutmenschentum Eddie Vedders oder den Sinn von Kinnbärten reden musste, sondern sich ganz auf die Musik konzentrieren konnte. Und die war diesmal sehr schwermütig, schleppend fast – und dadurch umso packender. Neil Young […]

  • Pearl Jam – Fünfundzwanzig Konzerte

    Eine wahrhaft herkulische Tat, wie man sie früher von den Vlkstribunen Grateful Dead hätte erwarten dürfen. Nun ist es an Pearl Jam, nach ungezählten (oder im Internet verzeichneten) Ochsentouren dem unprofessionellen Mitschneiden den Garaus zu machen und endlich die letztgültige Tournee-Dokumentation zu veröffentlichen: 25 Konzerte in Europa, alle in diesem Frühjahr, sind auf ebenso vielen […]

  • Pearl Jam – Binaural

    Der Vorspann läuft. Klassische Teen-Romanze, vierte Szene. Die Kamera wandert durch eine öde Vorstadt und fokussiert schließlich Little Miss Rockfan. Sie wird von zwei Typen umworben. Beide spielen den sensiblen Jungen, jeder auf seine Art. Anwärter Nummer eins macht einen schlampigen Eindruck, trägt eine Lederjacke, ist unangepasst, schüchtern und zugleich stur und hat den Hang, […]

  • PEARL JAM – Live On Two Legs - EPIC/SONY MUSIC

    Das Jahr begann mit Pearl Jam, und es endet mit Pearl Jam. Der entschlossen simplifizierte Rock von „Yield“ wird nun ergänzt um den simplifizierten Rock von „Live On Two Legs“, eine Konzert-Lieferung, die man sich dringlicher nach der Tournee mit Neil Young oder nach den Auftritten zu „No Code“ gewünscht hätte. Doch die Fans werden […]

  • PEARL JAM – Yield - EPIC/SONY MUSIC

    In der untergehenden Welt jener Musik, die noch kürzlich „Alternative Rock“ genannt wurde und da längst Mainstream war, scheint eine letzte Sonne. Schneller, viel schneller als die Smashing Pumpkins wollen Pearl Jam wissen, ob man Neil bung äC Crazy Horse und, sagen wir: Sublime wohl noch etwas entgegensetzen kann. Und nachdem RüM. durch den Abschied […]

  • Pearl Jam – No Code

    Ihr Gemütszustand ließ auf den Titel „No“ schließen, aber Pearl Jam nannten das neue Album „No Code“. Dazu die übliche Geziertheit: nahezu no Interviews und jedenfalls no rechtzeitig, no Mainstream-Presse, no Fotos und no körperliche Anwesenheit bei Gesprächen. No shit! Da trifft es sich gut, daß sie als amerikanische Band unschlagbar geworden sind. Eddie Vedder, […]

  • Pearl Jam – Vitalogy - Sony

    Eddie Vedder wollte Tabula rasa machen. Herausgekommen ist etwas Orientierungslosigkeit und viel Rock’n’RolL Led Zeppelin, natürlich. „Not For You“ klingt allerdings wie AC/DC, als wollten Pearl Jam ihre Fans ärgern. Letztlich setzt sich doch ihr Hang zum kunstvollen, malerischen, pathetischen Epos durch. Vedder, der hier über Tod, Suizid und Vergänglichkeit nachdenkt, wird sich nicht erschießen.



Pearl Jam live in Deutschland: Tour auf 2022 verschoben

Anfang April 2020 hatten Pearl Jam ihre geplanten Konzerte aufgrund der Corona-Krise absagen müssen. Die Konzerte für Berlin und Frankfurt sollten eigentlich ein gutes Jahr später nachgeholt werden. Da sich aber auf absehbare Sicht auch in diesem Jahr die Corona-Lage nicht so schnell bessern wird, werden die Gigs erneut um ein Jahr verschoben. In Frankfurt hat die Band übrigens seit 1992 nicht mehr live gespielt – für die dort ansässigen Fans also etwas ganz Besonderes. Pearl Jam live 2022: Gibt es noch Tickets? Wer bereits ein Ticket für die beiden Shows hat: Die Karten behalten ihre Gültigkeit und können für…
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