Peter Dinklage kritisiert die Neuverfilmung von „Schneewittchen“ – Disney kontert


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Peter Dinklage hat Disneys kommende Realverfilmung von „Schneewittchen“ kritisiert. So sei die Darstellung der sieben Zwerge in der Geschichte veraltet. Der „Game of Thrones“-Star, selbst kleinwüchsig, befürchtet eine stigmatisierende Darstellung der „Zwerge“. Nun antwortete ein Sprecher von Disney auf die Vorwürfe.

„Ich will niemanden beleidigen, aber ich war ein wenig erstaunt, als [die Produzent*innen] sehr stolz darauf waren, eine Latina-Schauspielerin [Rachel Zegler] als Schneewittchen zu besetzen – trotzdem erzählen sie immer noch die Geschichte von Schneewittchen und den sieben Zwergen“, sagte Dinklage jüngst in dem Podcast „WTF“.

„Was zum Teufel machen sie da, Mann?“

Der Schauspieler setzt fort: „In gewisser Weise ist es fortschrittlich, aber dann erzählen sie immer noch diese verdammt verkehrte Geschichte über sieben Zwerge, die zusammen in einer Höhle leben? Was zum Teufel machen sie da, Mann? Habe ich nichts getan, um die Sache als Repräsentant voranzubringen? Ich glaube, ich bin nicht laut genug“.

Daraufhin wurde ein Statement zu dem Thema von Disney veröffentlicht: „Um zu vermeiden, Stereotypen aus dem ursprünglichen Animationsfilm zu unterstreichen, verfolgen wir mit diesen sieben Charakteren einen andere Herangehensweise und haben uns mit Mitgliedern der Kleinwüchsigen-Gemeinschaft beraten. Wir freuen uns darauf, Genaueres zu veröffentlichen, wenn der Film nach einer langen Entwicklungszeit in Produktion geht“.

Das Produktionsteam von Disney wird deshalb mit verschiedenen kulturellen Berater*innen zusammenarbeiten. In der Vergangenheit war dies auch bei den Realverfilmungen von „Aladdin“ und „Mulan“ der Fall.

Unterdessen sprach Dinklage kürzlich auch erstmals über das kontroverse Serien-Finale von „Game of Thrones“: „Die Leute waren bloß sauer, weil niemand wollte, dass [die Show] endet. Ich weiß, viele Leute waren angeblich überrascht über das Ende, aber wenn man aufgepasst hat, waren die Clues da. Wir haben gesagt, man sollte seinen Hund besser nicht Khaleesi nennen“.