Peter Gabriel beschwört mit neuem „I Belong to the Sky“ den Synthsound der frühen Achtziger

Der Song erscheint auf Gabriels kommendem Album „o\\i“ – und klingt wie ein Wunsch, keine Ansage.

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Peter Gabriel mag Newtons Gravitationsgesetz unterworfen sein – auf einem neuen Song seines kommenden Albums „o\\i“ (Erscheinungsdatum noch offen) behauptet er trotzdem: „I Belong to the Sky.“ Gabriel orientiert sich bei seiner Veröffentlichungsstrategie am Mondkalender und brachte am Dienstag den „Bright-Side Mix“ des Songs heraus, weil die Erdenbewohner in dieser Nacht einen Erdbeermond erleben konnten. Der „Dark-Side Mix“ folgt laut seinem Management „beim nächsten Neumond“ – also am 14. Juli.

Der Song, zumindest in seiner Bright-Side-Version, ist ein ausgedehntes, über sieben Minuten langsam glühendes Stück mit blubbernden Synthesizern, die an die tieferen Schichten von Gabriels rein digitalem „Peter Gabriel“ (1982) erinnern – angereichert mit Saxofon-Schwaden und hellen Backing Vocals.

„Bringing the dream to life“, singt er, bevor er Newtons Gesetz bewusst oder unbeabsichtigt zitiert: „the picture is falling.“ Besonders hell ist der Ton des Songs nicht – er fühlt sich eher wie ein Wunsch an als wie eine Behauptung.

Lange Entstehungsgeschichte

In einem Statement erklärte Gabriel, der Song habe eine lange Entstehungsgeschichte und hätte beinahe schon auf seinem 2023er Album „i/o“ gelandet – er habe ihn damals aber nicht zu Ende bringen können. „Der Ausgangspunkt des Songs war das Pauken-Tom-Muster, das von einem alten Film namens ‚Jazz on a Summer’s Day‘ inspiriert wurde, sowie einem wunderbaren Schlagzeuger namens Chico Hamilton. Ich glaube, er war ein Pionier im Einsatz von Paukenschlägeln auf den Toms, und ich habe diesen Sound immer geliebt – ruhig und hypnotisch. Er hat für mich eine unglaublich starke Stimmung erzeugt, und der Song ist um ihn herum gewachsen.“ Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Arbeit des Schlagzeugers Manu Katché an dem Stück.

Darum, Träume ins Dasein zu rufen – oder vielmehr darum, „wie Träume ihr Nest verlassen“, wie er es formulierte –, gehe es in dem Song. „Was die technologische Revolution unter anderem tut: Sie beschleunigt die Zeit, die Gedanken brauchen, um zu materiellen Dingen zu werden“, sagte er. „Die Zeitspanne, die es braucht, eine Idee in etwas Greifbares zu verwandeln, wird radikal verkürzt. Im Song haben die Strophen dieses verträumtere Gefühl – ‚auf dem Rücken liegen und in den Himmel schauen‘ – und im Chorus geht es dann um die Ausführung, das Materialisieren.“

Lob für Berndnaut Smilde

In einem Video auf YouTube ging Gabriel noch ausführlicher auf die Entstehung des Songs ein. Darin widmete er dem bildenden Künstler Berndnaut Smilde besondere Anerkennung, der ein Foto von Cassander Eeftinck Schattenkerk für ein Werk mit dem Titel „Nimbus de Toekomst 1, 2019“ verwendete.

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Gabriel veröffentlicht seit Anfang 2026 nach und nach Songs von „o\\i“. Den Anfang machte „Been Undone (Dark-Side Mix)“ am 3. Januar. Seitdem sind unter anderem „Put the Bucket Down“ und „A Hard Lesson“ erschienen.

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