Planen Radiohead etwas mit altem „Kid A“-Material?

Radiohead-Sänger Thom Yorke hat in einem Gespräch mit „Crack“ ausgesprochen offenherzig über seine Arbeit an Soloprojekten und die Entwicklung seiner Band gesprochen. Dabei offenbarte er, dass sich für ein weiteres Album der Briten erst einmal alles ganz „natürlich“ anfühlen müsse, bevor man sich gemeinsam ins Studio begeben kann.

Allerdings scheinen die Musiker gerade dabei, im Archiv zu kramen. Wie Yorke in dem Interview bestätigte, ruhen Radiohead trotz Konzertpause und vielen Solo-Projekten ihrer Mitglieder nicht. Ganz im Gegenteil. „Vor kurzem bin ich mit den anderen alte Sachen von ‚Kid A‘ und ‚Amnesiac‘ durchgegangen“, sagte der Sänger.

Exit Music: Die Radiohead-Story auf Amazon.de kaufen

Radiohead arbeiteten fast ohne Pausen

„Am Ende dieser Zeit waren wir damals alle ein wenig durchgedreht. Wir haben die ganze verrückte ‚OK Computer‘-Phase durchgemacht und ich wurde am Ende ziemlich katatonisch. Dann haben wir anderthalb Jahre lang wirklich hart und intensiv gearbeitet, mit wenigen Pausen. Wir wussten nicht, was zum Teufel wir da taten, und ich weigerte mich auch, etwas zu proben! Man muss sich das als reines Chaos vorstellen.“

Yorke weiter: „Ich habe gerade erst eine alte Box mit Faxen gefunden, die ich damals mit Stanley Donwood (Künstler und Designer der Artworks für „Kid A“ und „Amnesiac“, Anm. d. Red.) ausgetauscht habe. Sie sind urkomisch. Ich habe all diese Sachen, Seite um Seite, damals im Studio verstreut. Nigel (Godrich) hob sie auf und dachte: ‚Wir sollten die besser behalten‘. Ich war so konzentriert und gleichzeitig wütend, verwirrt, richtig paranoid. Ich schaue mir all die Leute von damals an und frage mich: ‚Wer zum Teufel sind die Typen?‘ Wir werden etwas wirklich Cooles mit dem ganzen Material machen!“

Was genau Thom Yorke damit nun meint, steht in den Sternen. Genauso übrigens wie eine neue Platte von Radiohead. Zuletzt deutete Gitarrist Ed O’Brien in einem Interview mit „NME“ an, dass man sich alle Zeit der Welt für weitere Aufnahmen nehmen wolle. Man habe zwar schon ein paar Sachen zusammen, aber noch keinen Zeitpunkt festgelegt, wann diese vertieft werden sollen. Zur möglichen Veröffentlichung einer neuen LP sagte er: „Es kann nächstes Jahr oder erst in zehn Jahren sein.“

Jim Steinfeldt Getty Images

Netflix: Das sind die besten und bewegendsten Drama-Filme

Die Streamingplattform Netflix beherbergt eine Vielzahl spannender und herzzerreißender Drama-Filme, die oftmals auf wahren Begebenheiten beruhen. Hier sind zehn Dramen, deren Geschichte sicherlich noch länger im Kopf bleiben. Fruitvale Station 2009 wurde der 22-jährige Afroamerikaner Oscar Grant in Oakland während einer Festnahme von der Bahnpolizei erschossen. Er liegt dabei gefesselt auf dem Bauch, was mehrere Augenzeugen mit ihren Handys gefilmt haben. Ryan Coogler („Black Panther“) beginnt mit diesen realen Aufnahmen sein Regie-Debüt und biografisches Drama „Fruitvale Station“. Darin wird der letzte Tag im Leben von Oscar (Michael B. Jordan) erzählt. Der junge Familienvater kämpft mit Geldproblemen und der Entscheidung zwischen…
Weiterlesen
Zur Startseite