Public Enemy feuern Flavor Flav, doch der will das nicht akzeptieren


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„Du kannst mich nicht feuern. Es gibt kein Public Enemy ohne Flavor Flav“, posaunte der Rapper am Montag (02. März) auf Twitter, als die Scherben des Zerwürfnisses für die Öffentlichkeit zutage lagen. Und er schob hinterher: „Also lass es uns richtig machen, Chuck.“

Die legendäre HipHop-Formation Public Enemy hatte sich nach einem heftigen Streit von ihrem Gründungsmitglied Flavor Flav getrennt. Das hatte Chuck D am Wochenende publik gemacht und angedeutet, dass der 60-Jährige kein Teil mehr von Public Enemy und Public Enemy Radio sein werde.

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Lauwarm dazu die Worte: „Wir danken ihm für seinen jahrelangen Einsatz und wünschen ihm alles Gute.“

Flavor Flav wohl schon 2016 gefeuert

Vorausgegangen war ein Streit über einen Auftritt Public Enemys bei einem Wahlkampfauftritt von Bernie Sanders, der zur Zeit als Präsidentschaftskandidat der Demokraten bei Vorwahlen um Mehrheiten ringt. Flavor Flav ging gegen die Unterstützung der Kampagne sogar juristisch vor.

Also alles nur wegen unterschiedlicher politischer Vorstellungen? Das wurde von der Band am Montag (02. März) ausgeschlossen. Das Problem bestehe nicht wegen Flavor Flav und Bernie Sanders, schrieb Chuck D auf Twitter. Und er schoss giftig nach: Sein Rap-Kumpel kenne ja nicht einmal den Unterschied zwischen Barry Sanders und Bernie Sanders.

Stattdessen habe man bereits seit Jahren interne Differenzen, auch weil Flavor Flav die Band oft hängen gelassen habe – etwa bei Plattenaufnahmen nicht dabei war oder Promo-Aktivitäten boykottierte. Partys seien ihm stattdessen viel wichtiger gewesen. Aus diesem Grund – und das ist nun doch überraschend – sei der Musiker bereits 2016 bei Public Enemy rausgeschmissen worden. Auslöser sei damals gewesen, dass er nicht zu einer Benefizveranstaltung von Harry Belafonte erschien.