Highlight: Michael Stipes erstes Interview nach der Trennung von R.E.M.

R.E.M. veröffentlichen „Reveal“-Outtake „Fascinating“ – hier reinhören!

R.E.M. haben einen bisher zurückgehaltenen Song herausgebracht, den die Band vor 15 Jahren in den berühmten Compass Point Studios auf den Bahamas aufgenommen hat. Die Veröffentlichung dient einem guten Zweck und soll Geld für die Hilfsmaßnahmen des Mercy Corps wegen der durch den Hurrikan Dorian angerichteten Schäden zusammenbringen.

Der Track kann derzeit kostenlos gestreamt oder für zwei US-Dollar oder mehr via Bandcamp gekauft und heruntergeladen werden, wobei der Erlös direkt an das Mercy Corps geht.

„Reveal“ war einfach zu lang

„Fascinating“ war eigentlich als Stück für „Reveal“ (2001) gedacht, wurde aber kurz vor der Veröffentlichung wieder herausgenommen. Es ist angeblich Michael Stipes Lieblingslied aus den Sessions dieses vielleicht frohsinnigsten Albums der Band. Das behauptet zumindest David Buckley in seiner fantastischen R.E.M.-Biographie „Fakten und Fiktionen“. Trotz des schönen Arrangements mit Oboe und Flöte zum Schluss musste der Track weichen, weil „Reveal“ etwas zu lang geraten war.

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Obwohl der Song nicht kommerziell verwertet wurde, boten R.E.M. ihn für einige Zeit als kostenlosen Download über die Fangemeinde Murmurs.com an. Zu den Aufnahmen von „Around The Sun“ wagten die Musiker einen neuen Versuch, spielten „Fascinating“ mit anderer Instrumentierung ein. Doch er sollte sich als untauglich für das Feeling erweisen, das R.E.M. mit der gleichzeitig privaten und politischen LP erreichen wollten.


Der melancholische (Alb-)Träumer: R.E.M.-Sänger Michael Stipe wird 60

Für einen Moment hatte es so ausgesehen, als wären R.E.M. für Michael Stipe nur eine biographische Randnotiz gewesen. Ein unerwartet erfolgreiches Projekt, das zu einem für alle Beteiligten friedvollen Ende gebracht wurde. Doch nun sollte die eigentliche künstlerische Karriere folgen. Kein Interview, in dem der Sänger nicht über die Vorzüge des Lebens danach philosophierte. Natürlich verzog sich Stipe erst einmal aus der Öffentlichkeit. Er legte sich einen Bart zu und einen Piercing, wie Eremiten das manchmal machen. Dann flog er zwischen seinen Wahlheimaten, darunter auch Berlin, hin und her, zeichnete, malte und fotografierte. Inzwischen werden seine Bilder, die ja auch…
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