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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Regisseur James Toback: Über 200 Frauen werfen ihm sexuelle Belästigung vor

Der 72 Jahre alte James Toback galt in Hollywood als „Womanizer“, doch was jetzt ans Licht gerät, hat mit Flirts gar nichts mehr zu tun. Dem Regisseur und Drehbuchautoren („Bugsy“) wird sexuelle Belästigung im großen Stil vorgeworfen.

Sein „Beuteschema“ soll dabei immer sehr ähnlich gewesen sein: Toback soll junge Frauen (meist Anfang 20) angesprochen und sich als berühmter Regisseur vorgestellt haben. Dann arrangierte er private „Meetings“ mit den Frauen, stellte ihnen unangenehme Fragen zu ihrem Sexualverhalten und ihrer Schambehaarung. Und oftmals habe er auch vor ihnen masturbiert – oder verging sich gar an ihnen.

James Toback bestreitet die Vorwürfe vehement und gab an, sich nicht an die Frauen und Ereignisse erinnern zu können. Die „Los Angeles Times“ veröffentlichte vor wenigen Tagen einen Artikel, in dem 38 Frauen James Toback der sexuellen Belästigung beschuldigen. Kurz nachdem der Artikel publiziert wurde, meldeten sich weitere Frauen – die Zahl der womöglichen Opfer ist inzwischen auf über 200 angewachsen.

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Der nächste Skandal nach Harvey Weinstein

Anfang Oktober machten erst Missbrauchsvorwürfe gegenüber Harvey Weinstein die Runde. Er soll nicht nur Frauen sexuell belästigt haben, Schauspielerinnen wie Rose McGowan werfen ihm sogar Vergewaltigung vor. Doch die Missbrauchsvorwürfe enden nicht hier. Unter dem Twitter-Hashtag #MeToo rief Alyssa Milano alle Frauen dazu auf, sich zu melden, wenn sie in ihrem Leben bereits von Männern sexuell belästigt wurden. Kurz darauf erhielt sie bereits über 30.000 Antworten und die Zahl der Betroffenen wächst täglich.

Missbrauchsvorwürfe wie diese sind lediglich der Tropfen auf dem heißen Stein und derzeit ist noch schlecht abzusehen, wie weit das ernste Problem noch reicht. Eines steht jetzt aber schon fest: Hollywood hat ein ernstes Problem und die Fassade der „Traumfabrik“ bröckelt gewaltig.


The Name Of This Band Is Talking Heads: Alle Alben der Talking Heads bewertet

Eine amateurhafte Aufnahm des frühen „I Feel It In My Heart“ (1976) zeigt die allerliebste Tina Weymouth mit gescheitelter Kurzfrisur an ihrer großen Bassgitarre, die sie ja bediente wie kein anderer Mensch - sie gab stets das Muster für das Bassgitarrespielen überhaupt. Der nervöse David Byrne singt dieses zarte, verzweifelte Lied über jemanden, der gern Freude an seiner Arbeit hätte und der Familie ein Sonnenschein wäre. Er müßte es halt nur noch entschiedener versuchen, glaubt er. https://www.youtube.com/watch?v=ewY34GqbRkA Damit war der Ton vorgegeben, der die Studien in Soziopathie auf „77“ (★★★★★) bestimmt. Zum trockenen Groove besingt Byrne die Nöte und Wonnen…
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