Spezial-Abo

Rekord-Flop? Shia LeBeouf verantwortet den vielleicht größten Misserfolg des Kino-Jahres 2017


von

Nach „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ von 2008 hatte Shia LeBeouf einfach kein Glück: Ein Flop reihte sich an den anderen, und bei seiner Anti-Trump-Aktion in New York Anfang des Jahres hagelte es fast Dresche von Protestierenden, schließlich nahm die Polizei ihn fest.

Nun hat sich der 30-Jährige einen womöglich bizarren Rekord gesichert: Sein aktuelles Kriegsdrama „Man Down“ spielte in der englischen Stadt Burnley (73.000 Einwohner) am Eröffnungstag ganze sieben Pfund ein, das sind etwas mehr als acht Euro. Entspricht: dem ungefähren Preis einer Kinokarte. Der einzige Zuschauer im Saal dürfte sich gefreut haben. Ermittelt wurde der Absatz vom Branchenblatt „Variety“.

Falls man LeBeouf in Schutz nehmen möchte: Den Streifen gab es vor Aufführung bereits als „Video On Demand“, er lief vor zwei Jahren bei den Filmfestspielen in Venedig – und lief in Großbritannien auch nur in diesem einen Kino.

In den USA lief der Film damals etwas besser, war aber alles andere als ein Hit. Das bereits 2015 angelaufene Werk erwirtschaftete dort laut „Variety“ weniger als eine halbe Million Dollar. Auch, wenn die Produktionskosten nur geschätzt werden konnten, ist jeder Film dieser Größenordnung ein krasser Flop, wenn weniger als eine Million in die Kassen gespült wird.

Man Down

In dem Drama spielt Shia LeBeouf unter der Regie von Dito Montiel einen ehemaligen Soldaten, der unter einer Posttraumatischen Belastungsstörung leidet. In weiteren Rollen sind Jai Courtney, Gary Oldman und Kate Mara zu sehen.

https://youtu.be/0742RPeN4N0


Sind Gitarrensoli eigentlich toxisch männlich?

In den vergangenen Monaten wurde die britische Songwriterin Anna Calvi allerorten für ihre Gitarrenkünste gelobt und gefeiert. Und das in einer Zeit, in der die Gitarre doch eigentlich das Letzte zu sein scheint, was Aufregung verspricht. Bei ihren Konzerten kam man sich zugegebenermaßen auch ein bisschen vor wie in einem Museum. Die Künstlerin wand sich ekstatisch und zuckte unter der fingerflink selbst entfachten Energie. Und das Publikum schaute ihr dabei andächtig zu, so als stände es vor einem alten Ölschinken aus der Renaissance. Diese Analogie ist natürlich nicht zufällig gewählt, denn tatsächlich ahmt Calvi hier ja antike Gesten aus einer…
Weiterlesen
Zur Startseite