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2raumwohnung Nacht und Tag


Überzeugend: 2Raumwohnung haben für ihr achtes Album zehn Stücke in je zwei Versionen aufgenommen: in einer „Nacht“-Version mit sauber programmierten, knallenden Elektro­bässen, Dancefloorbeats und Strobostimmung und einer sonnigen, gitarrenlastigen „Tag“-Version, zu der Inga Humpes Stimme eben nicht jenen reizvollen Kontrast bildet, sondern sich verträumt auf den Akkorden ausruht.

„Weltfrieden bahnte sich an“, singt sie im etwas zu nost­algischen „1993“, um gleich darauf „Now Weltfrieden is on the run“ zu reimen – Schalk passt eben ganz gut zu ollen Lebensweisheiten. In „Bonjour Cherie“ schmachtet Dieter Meier mit und lässt lässig ein paar Tropfen Yello-Atmo fallen. Ansonsten wird Beat mit Lied gepaart, Bassdrum mit Bass, und entspannter hat man dem Sonnenaufgang selten entgegengetanzt. (It Sounds)


Die besten Konzeptalben aller Zeiten: The Who - „Quadrophenia“

Der alles überwältigende Song kommt am Schluss. Regen prasselt, als die ersten Klavierakkorde zu „Love, Reign O’er Me“ einsetzen, dieser Sehnsuchtshymne adoleszenter Jugendlicher, zu der im Jahre später gedrehten Kinofilm (mit Sting!) der Held, ein Mod namens Jimmy, von der Klippe ins Open End springt und sein Scooter zerschellt, während er auf dem Doppelalbum mit einem Bötchen aufs Meer hinausrudert, was natürlich ein bisschen weniger offensichtlich ist. Für „Quadrophenia“ sprechen vor allem drei Argumente: Die Mod-Kultur, die schönste Jugendkultur aller Zeiten; ihre Musik (Northern Soul) war so hitzig wie ihre Tänze elegant und ihr Styling (Parkas, Ponys, enge Anzüge, Mädchen…
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