An der Schönheit kann’s nicht liegen Peter Schneider



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33 Jahre nach seinem Berlinroman „Der Mauerspringer“ nähert sich Peter Schneider der Stadt diesmal nicht mit essayistischen Beobachtungen. Er findet eine Stadt vor, in der „Schönheit und Lebendigkeit selten zusammenkommen“. Schneider springt leichtfüßig von der Architektur zu Anekdoten über den Kalten Krieg, die 68er und die alten Kneipen. Viel Raum widmet er der Stasi, erinnert an den verstorbenen Freund Jurek Becker, macht sich Gedanken über Rassismus, Antisemitismus, Jugendgewalt und Schwabenhass. Dann steht er vor dem Berghain, das ihm wie Kafkas Schloss vorkommt, und tanzt als 75-Jähriger durch die Nacht, auch das ein Beweis für die Liebe zu der unfertigen Stadt.


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