Avengers: Age of Ultron Regie: Josh Whedon



von

Die Marvel-Großoffensive beginnt mit der Rückkehr der „Rächer“. Tony Stark kreiert die Künstliche-Intelligenz-Bestie Ultron, doch der launische Transistor interpretiert Starks Programmierung in Richtung Vernichtung der Menschheit. Nun muss sich die mufflige Halbgötterbrigade zusammenraufen, um den renitenten Robo Mores zu lehren. Der zweite „Avengers“ ist lauter, überladener und zwangsphilosophischer als der Vorgänger (siehe digitales Allmachtsparadoxon), doch allein die Keilerei zwischen Hulk und Starks Hulk Buster ist das Eintrittsgeld wert. Whedon findet in 140 Minuten Rage gegen die Maschine sogar noch Zeit, sein Ensemble nach Kräften menscheln zu lassen – der Film kompensiert den grimmigen Grundton mit einer regelrechten How-I- Met-Your-Android-Stimmung.


ÄHNLICHE KRITIKEN

TV-Tipp: Victoria :: Regie: Sebastian Schipper

Ein furioses Kino-Experiment dokumentiert eine abenteuerliche Reise von der Nacht in den Tag. Unser TV-Tipp: „Victoria" auf Arte.

Quentin Tarantino :: The Hateful Eight

Carol :: Regie: Todd Haynes

Der Frauenregisseur schlechthin überzeugt mit einer Patricia-High­smith-Adaption


ÄHNLICHE ARTIKEL

Kritik: „On The Rocks“ – Sofia Coppolas Reunion mit Bill Murray

Freiwillige Filmkontrolle bespricht den neuen Film von Sofia Coppola

„Borat 2“: So lautet der irrwitzige Titel der Fortsetzung mit Sacha Baron Cohen

In der Fortsetzung scheint sich Borat eingehender mit den US-Republikanern auseinanderzusetzen.

„Jerks“: Dreharbeiten für die vierte Staffel haben begonnen

Die Dreharbeiten zur vierten Staffel von „Jerks“ haben begonnen – das hat Christian Ulmen in einem Instagram-Post verraten.


Comedy, Horror, Antisemitismus: Darum ist das Remake von „Hexen hexen“ problematisch

Wäre das Jahr 2020 ein Film, welchem Genre würden wir ihn dann zuordnen? Melodrama? Katastrophenfilm? Oder würde er aufgrund der langsamen Schnitte und der gleichbleibenden Umgebung (Wohnzimmerwände) sogar als Arthouse-Film durchgehen? In dem Sinne passt Rober Zemeckis' Neuauflage von Roald Dahls „Hexen hexen“ vortrefflich zum Abschluss dieses diffusen Jahres. Denn auch dieser Film wirkt, als könne er sich nicht so recht entscheiden, was er eigentlich sein will. Er kommt daher als eine Kreuzung aus „Ratatouille“, „Grand Budapest Hotel“ und „Maleficent“. Tragische Elemente versucht er mit flachen Gags auszugleichen. Schillernde Kostüme und farbenprächtige Szenerien lenken von lustigen bis albernen Dialogen in…
Weiterlesen
Zur Startseite