Awkward I
„Unalaska“
Excelsior/Cargo (VÖ: 10.1.)
Anschmiegsame Apokalypse aus Holland.

Okay, dieses I hintendran ist eher überflüssig. Aber unangenehm, peinlich ist sonst gar nichts an diesem wohlgehüteten Geheimnis des holländischen Pop. Pop? Nun ja, die anschmiegsamen Songs von Awkward-I-Mastermind Djurre de Haan bleiben schon gern mal in der Kammer, aber dann geht’s auch mal raus auf den Flur, mit „Coming Up Shorts“ oder dem Fast-Hit „Body As A Meadow“, auf den „moment of clarity“ wartend, „for a door to open, so that I might see“.
Musikalisch sieht de Haan sehr klar und wickelt seinen weichen Tenor dabei auch um Unangenehmes („Terminal Train“). Doch selbst die Aussicht auf die „Apocalypse“ wird ironisch gebrochen. Und wenn nichts mehr hilft, dann bestimmt ein Besuch im „Jimmy Stewart Museum“.
Diese Review erschien im Rolling Stone Magazin 1/25.