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Beyond the Beyond: Music From The Films Of David Lynch J. C. Gabel/Jessica Hundley


Das Unheimliche in den Filmen von David Lynch wird schon seit seinem Regiedebüt, „Eraserhead“, über die akustische Ebene zumindest verstärkt. Heizungen brummen wie Miniaturfabriken, Streichhölzer explodieren mit ohrenbetäubendem Lärm. Auch die Wahl des popkulturellen Soundtracks ist bei Lynch gekonntes Kalkül: Rammstein verdanken ihre Weltkarriere wohl vor allem „Lost Highway“; auch hätte niemand vor „Blue Velvet“ geahnt, was man mit einem Song von Roy Orbison alles anstellen kann. Die Filme von David Lynch, der sich nach eigenen Angaben eher als „soundman“ denn als Bildfinder versteht, muss man vor allem auch hören. Mit „Beyond The Beyond: Music From The Films Of David Lynch“ widmet sich nun erstmals ein enigmatisch gestalteter Kunstband diesem längst auch akademisch auseinandergerupften Themengebiet. Anlass für die Publikation ist ein Tribute-Konzert, das im vergangenen Jahr mit Musikern wie Donovan, Sky Ferreira, Karen O und Moby zugunsten der Lynch Foundation und als Werbemaßnahme für Lynchs heißgeliebte Transzendentale Meditation stattfand. Davon gibt es auch zahlreiche Bilder zu sehen; des Weiteren sind Interviews mit den Musikern enthalten, die sich vielleicht eine Spur zu brav vor Lynch verneigen. In dem großzügig mit Film-Stills ausgestatteten Buch werden zudem die ätherischen Kompositionen Angelo Badalamentis als subversive Dekonstruktionen des klassischen Hollywood-Scores interpretiert und die wuchtigen Toneffekte als „industrial soundscapes“ gewürdigt. Ein eigenes Kapitel beschäftigt sich damit, wie facettenreich der Regisseur Popsongs in seinen Filmen einsetzt und wie viel Mühe es gekostet hat, Nicolas Cage in „Wild At Heart“ Elvis Presleys „Love Me Tender“ singen zu lassen. (Hat & Beard, 37 Euro)


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