aktuelle Podcast-Folge:

Cate Le Bon Reward


Mexican Summer/Alive

Wenn Cate Le Bon – zuletzt Koproduzentin von Deerhunters „Why Hasn’t Everything Already Disappeared?“ – ihr fünftes Album mit „Reward“ überschreibt, dann ist das eine Art Belohnungsversprechen für den ehrlichen Finder. Wie bei einem entflogenen Wellensittich: Man muss schon hinaus in den Hinterhof gehen, vielleicht sogar über die Straße, um ihn zu erspähen.

Auch dem neuen Werk der Waliserin muss man sich behutsam nähern, um es einzufangen. Dass es trotz einprägsamer Arrangements eher zurückhaltend wirkt, dürfte am solitären Entstehungsprozess liegen: Nach einem halben Jahrzehnt Los Angeles zog es die 36-Jährige für ein ganzes Jahr in die Abgeschiedenheit des Lake District. Als wollte sie der Einsamkeit zeigen, aus welchem Holz sie geschnitzt ist, widmete sie sich tagsüber der Aufgabe, Tische und Stühle zu zimmern.

„Reward“ von Cate Le Bon jetzt hier bestellen

Nachts waren da nur noch das Ebenholz der ­Klaviatur und das Kerzenlicht entfachende Streichholz. Die reduzierte Entstehungsweise der Lieder am Piano lässt sich kaum noch erahnen, denn Le Bon wagt sich in für sie neue, tiefenentspannt wattierte Pop-Sphären, mit äußerst präsenten ­Bläsern und, dank Stella Mozgawa (Schlagzeugerin von War­paint), eloquenter Percussion.

Bevor diese zehn Stücke zu Songs werden, sind sie schon Meditationen. Manchmal bleibt es auch dabei, wie bei „Miami“, das sie so unamerikanisch wie möglich ausspricht, vermutlich um den Abstand zu ihrer langjährigen Wahlheimat zu unterstreichen. „Never be the same again/ No way“, singt sie, und im darauffolgenden „Daylight Matters“ wird klar, wofür Le Bon zu jeder Tages- und Nachtzeit einen Finderlohn springen lassen würde: für die verlorene Liebe natürlich. Beinahe stoisch wiederholt sie „I love you“ – wohl wissend, dass es für dieses Bekenntnis zu spät ist.

„Mother’s Mother’s Magazines“ kehrt noch einmal zu den Krautrock-Referenzen von „Crab Day“ (2016) zurück, angeführt von Bassist Stephen Black (der als Sweet Baboo regelmäßig hervorragende Alben ver­öffentlicht). „Reward“ bestätigt: Das Belohnungsprinzip funk­tioniert fast immer.

(Mexican Summer/Alive)

Werbung

Jetzt in die Zukunft starten mit den neuen MagentaMobil Tarifen

Ab sofort inklusive 5G*. Jetzt in die Zukunft starten!

Mehr Infos

Nach „Avengers: Endgame“: Das sind die nächsten Marvel-Filme

Marvel gehört inzwischen zu den größten Erfolgsbringern des Disney-Konzerns. Der neuste und womöglich letzte Teil der „Avengers“-Reihe reißt zur Zeit an der Kinokasse jeden denkbaren Rekord und könnte damit Umsatzzahlen für die Ewigkeit vorlegen. Bislang hat Marvel 22 Filme vorgelegt - mit sehr unterschiedlichem Erfolg und sehr unterschiedlicher Qualität. Aufmerksamkeit ist den Comic-Verfilmungen aber gewiss. Und so wundert es nicht, dass das Studio bzw. jene Studios, die Marvel-Lizenzen haben bis 2022 bereits 15 weitere Produktionen abgesegnet hat. Allein 2019 erscheinen noch drei Filme. Marvel-Filme im Jahr 2019 X-Men: Dark Phoenix (06. Juni) https://www.youtube.com/watch?v=QWbMckU3AOQ Spider-Man: Far From Home (5 Juli) https://www.youtube.com/watch?v=DYYtuKyMtY8…
Weiterlesen
Zur Startseite