Alben der Woche vom 04. Februar: Cate Le Bon, The Jazz Butcher und Mitski


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In der zweiten Ausgabe unseres neuen Formats „Alben der Woche“ – in dem wir jeden Freitag die drei spannendsten Platten-Veröffentlichungen der Woche präsentieren – geht es um die Releases von Cate Le Bon, The Jazz Butcher und Mitski. Die Rezensionen stammen von RS-Autor:innen und -Redakteur:innen, die sich ausführlich mit den jeweiligen Alben beschäftigt haben.

Schauen Sie sich die zweite Ausgabe von „Alben der Woche“ hier an:

Die walisische Musikerin Cate Le Bon hat ihr zweites Album „Pompeii“ in Isolation aufgenommen. Um das Gefühl der Einsamkeit noch mehr zu vertiefen, verriegelte die Künstlerin alle Ausgänge. Die anmutige Sprödheit des Albums resultiert vermutlich daraus. Inhaltlich schwingen die globale Pandemie und die kollidierenden Öko-Traumata des Klimawandels, auch wenn das nicht immer gleich offensichtlich ist.

Pat Fish, Kopf der antirockistischen, freundlich-sarkastischen, unabhängigen, brillanten und politischen Indie-Pop-Band The Jazz Butcher, hat mit „The Highest In The Land“ sein eigenes Memorial gebaut. Mit 63 Jahren starb Fish Anfang Oktober 2021 unerwartet an einem Herzinfarkt. Sein Tod lässt das Wehmutslevel des Albums also ansteigen. Vielleicht klingen die Akkorde in Popsongs wie „Sea Madness“ darum so tröstlich.

Einerseits bleibt sich die japanisch-amerikanische Musikerin Mitski auf ihrem sechsten Album treu, weil sie weiterhin Eingängigkeit und Avantgarde, Kunst und Mainstream verschmilzt. Andererseits lässt die neue Platte „Laurel Hell“ etwas Sauerstoff hinter perfekte Fassaden. Musikalisch probiert Mitski alte Hüte durch. Manche näht sie um, andere passen gleich.

Hören Sie die Alben im Stream: