Ela Minus
„Dia“
Domino (VÖ: 17.1.)
Digitale Reisebilder on the road to nowhere.

Das Porträt auf dem Cover gibt einen guten Vorgeschmack auf die minimalistisch unterkühlte Perfektion der Musik. „Dia“ spielt in einer Zukunft, wie sie einst von Kraftwerk und Madonna vorhergesehen wurde. Songwriting mit dem Taschenrechner in der Hand. Orte prägen das zweite Album der kolumbianischen Sängerin: Von der Mojave-Wüste über ein Hotelzimmer in Los Angeles, Aufenthalte in New York, Seattle und Mexiko-Stadt und dann London.
Die Idee zu „Abrir Monta“, ein lang gezogener, satter Ton, der sich über statisches Rauschen und verschwommene Sequenzen erhebt, kam Ela Minus in einer Hütte in den mexikanischen Bergen. Warum auch nicht? Das Ätherische und das Digitale lassen sich überall mit Beats aus dem MacBook kombinieren.
Diese Review erschien im Rolling Stone Magazin 1/25.