Highlight: Mit diesen Effektpedalen lässt sich der Sound großer Gitarristen rekreieren

Jack White Boarding House Reach


Third Man / Beggars

Selten klang eine so inhomogene Platte so sehr wie aus einem Guss. Der größte Styler des Rock’n’Roll lässt Bassriffs und retroselige Orgelläufe auf Elektrosirenen und Sampleschlieren treffen, Honkytonk-Geklimper auf Breitwandrock und seelenvolles Gekreische auf Rumpelraps. Jack White platziert uns mitten in eine Jam-Session, die mit einsamen Vierspuraufnahmen in Nash­ville begann und in gefake­ter Live-Improvisation mit einem Ensemble HipHop-geschulter Musiker in New York und Los Angeles endet.

„Connected By Love“, der Opener des dritten Soloalbums, täuscht. Ein Sturm-und-Drang-Stomper in sirupartiger Atmosphäre. Im Video tänzelt der Sänger rauchend im Zimmer, draußen ein lila Himmel und wogende Palmen, er barmt und bittet, der Frauenchor antwortet, ­­ohne ihn zu erhören, aus dem Jenseits lässt Brian Auger seine Hammond ein Solo spielen, die Gitarre jault. Unbestreitbar ein Song. Monumental und ausufernd, aber ein Song.

Funky Fingerübungen

Viele gibt es nicht. Stattdessen funky Fingerübungen, ausufernd auch sie, mitunter wie schlampig hinmusiziert, aber detailversessen. Dieses winzige „Whole Lotta Love“-Bassriff! Dieses sexualisierte Kreischen! Dieser Sly-Stone-Jam! Doch dann nudelt er das heiße Stück namens „Corporation“ über volle fünfeinhalb Minuten und verliert das Momentum. Andere Tracks sind kurz: „Why Walk A Dog?“ prangert Haustierhaltung an und braucht ­dazu nicht mehr als eine Beatbox, Gitarren­fuzz und zwei Minuten.

Kooperation

Die schön eiernde Bluesballade „What’s Done Is Done“ ist in zweieinhalb Minuten erzählt. Für den Soundsturm „Re­spect Commander“ benötigen White und Co. zwei Minuten länger, und hier funktioniert es. Ein Bassist, der sich mit Thundercats Tempo messen will, ein majestätischer Break, der den Song öffnet für Whites Geknödel: „She commands my respect/ She has all my respect“, garniert mit einem Lederfransen­solo frisch aus den 70er-Jahren.

Soundschnipsel-Wahnsinn, rostige Raps, heavy Funk, und alles schwingt groovy – Jack White ist der Beck des Bluesrock.


Mit diesen Effektpedalen lässt sich der Sound großer Gitarristen rekreieren

Ähnlich wie die Gibson Les Paul und Fender Stratocaster haben auch einige Effektpedale einen legendären Ruf. Mit ihnen lassen sich selbst simple Riffs und Melodien in ausladende, eindringliche oder bretternde musikalische Highlights verwandeln. Das sind die Lieblings-Pedals großer Musiker, mit denen sich unschlagbare Signature-Sounds auch zu Hause nachspielen lassen. Jimi Hendrix https://www.youtube.com/watch?v=wqLEg0MsSMQ Dass Jimi Hendrix Spaß am Experimentieren mit Effektpedalen hatte, ist nicht zu leugnen – der Musiker nutzte als einer der ersten Künstler seiner Zeit Pedale, um seinen Songs Multidimensionalität zu verleihen. Insbesondere der Wah-Effekt gehörte zu seinen Favoriten, er kommt in Songs wie „Voodoo Child” zur Geltung. Jack…
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