James Blunt

The Afterlove

Kalkuliertes Emotionsgedusel und DJ-Sounds von der Stange

Eines muss man James Blunt lassen: Er schätzt seine Talente realistisch ein. „If you thought 2016 was bad – I’m releasing an album in 2017“, ließ er im Dezember vergangenen Jahres via Twitter verlauten.

So drastisch würden wir das nicht formulieren.

Doch „The Afterlove“ ist derart durchproduziert und -­kalkuliert, dass nur die abgebrühtesten Werbeagenten darüber etwas Positives schreiben können. Gefühlskeulen und DJ-Pop-Dutzendware umarmen einander erfolgsgewiss. Die Plattenfirma hat die Hit-Elite von Ed Sheeran bis Ryan Tedder zur Mitarbeit verpflichtet. Wer hören will, wie Marketingstrategen ein Produkt verkaufen, das Kreativität und Gefühl behauptet, ist hier goldrichtig. (Warner)

https://www.youtube.com/watch?v=gAC6Flff3ZU