Neue Podcast-Folge: „Die Streifenpolizei“ über die Favoriten der Oscar-Verleihung

Jennylee Right On!


Rough Trade

Dass Bassisten bekannter Bands – anders als Sänger oder Gitarristen – ein Soloalbum machen, kommt nicht alle Tage vor. Jenny Lee Lindberg, die hauptberuflich den Rocksound von Warpaint prägt, wagt nun mit „Right On!“, koproduziert vom Ex-Plexi-Drummer Norm Block, einen Alleingang. Und der führt sie in deutlich düsterere Gefilde. Ihre Stimme ist nur Hauch und Klagelaut, die Musik von Dark Wave beeinflusster, verhallter Dreampop. Die Atmosphäre ist jederzeit stimmig, gemahnend an die frühen bis mittleren Siouxsie And The Banshees. Mit einem Song wie „Long Lonely Winter“ lässt sich ein ebensolcher mühelos überstehen. Schlummernd, versteht sich.


Anna Calvi live in Berlin: Nennt es „The Anna Calvi Experience“

Die Gitarre wirkt an der sylphidenhaften Erscheinung in scharlachrot wie ein gigantischer Vorschlaghammer, dessen Wucht vom ersten Ton an die Luft im ausverkauften Berliner Astra wabern lässt. Kontrolle bedeutet Macht, dessen ist sich Anna Calvi bewusst. Die wird sie an diesem Abend auch nicht mehr abgeben. „I opened the door wide / I wanted to survive“, so formuliert sie ihren natürlichen Überlebensinstinkt im männlich dominierten Revier der mit E-Gitarren-bewaffneter Jäger. Die Bühne ist eingehüllt in weiße, rote und schwarze Nebelwolken, die sich zu einem dunkelgrauen, unheilvollen Dunst vermengen. Wie der Nebel selbst gleitet Calvi mit ihrer Telecaster hauchzart vom Opener…
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