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Melodys Baby Regie: Bernard Bellefroid


„Könnten Sie so etwas tun?“, will die obdachlose Friseurin Melody von der älteren Geschäftsfrau Emily wissen, nachdem sie sich bereit erklärt hat, deren Kind auszutragen. Eine Frage wie ein Aufwärtshaken, die Emilys Scheinheiligkeit gegenüber Melody entlarvt. Ein richtiges Leben im falschen kann man nicht führen, und deshalb gibt es beim Thema Leihmutterschaft auch keinen Deal auf Augenhöhe. „An Sie habe ich überhaupt nicht gedacht. Ich habe nur ein Kind gewollt“, wird Emily später gestehen. Daran gedacht hat aber der belgische Regisseur Bellefroid. Sein emotionsgeladener Film ist ein beeindruckendes Kammerspiel, in dem die Hauptdarstellerinnen auf kleinstem Raum große Wirkung entfalten.

Dieses Drama erzählt fesselnd von Macht und Ohnmacht, Freiheit und Abhängigkeit und dem Licht am Ende des Tunnels.


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