Logo Daheim Dabei Konzerte

Zugabe!

Weiterempfehlen!
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Mail Icon
  • Stunden
  • Minuten
  • Sekunden
Blackout Tuesday

Natalie Prass The Future And The Past


ATO/PIAS

Manchmal lässt Euphorie keine Worte mehr zu. Nur noch Laute. Dann kann Natalie Prass, in der Bridge ihrer Single „Short Court Style“, allenfalls ein paar sanft variierte „Oohs“ hervorbringen. Was super zu den gesampelten „Whoos“ passt, die dem Track Finesse und Hitpotenzial zugleich geben.

Die 32-jährige Singer-Songwriterin aus Cleveland wollte eigentlich ein anderes, schon fertiges Album veröffentlichen – bis der Typ im Weißen Haus dazwischenkam. Courtney Marie Andrews nicht unähnlich, wenngleich mit anderen musikalischen Mitteln, kanalisiert Natalie Prass Wut, Empörung, Entsetzen, Verzweiflung und so weiter in betörenden Love-Pop-Funk, den man dem Spacebomb-Hauptquartier in Richmond/Virginia so nicht unbedingt zugetraut hätte, standen doch für Matthew-E.-White-­Produktionen bisher eher die 70er-Jahre Pate.

Doch hier weist gleich „Oh My“ zum 80er-Minneapolis-Funk von Jimmy Jam und Terry Lewis (Janet Jackson etc.). Auch zu den Produktionen von Kashif für Evelyn „Champagne“ King („Love Come Down“) oder, ja, die frühe Whitney Houston („You Give Good Love“). Nur dass kein Roland TR-808 groovt, sondern richtige Studiomusiker, die das ohnehin besser können.

Stärksten Bezug zum Southern-Nights-goes-Laurel-Canyon-­Vibe ihres tollen Debüts haben noch der exquisite Slow Jam „Hot For The Mountain“ mit seinen singenden Gitarren-Licks oder später die sehnsüchtige Streicher-Piano-­Schmeichelei „Far From You“. Dazwischen schiebt Prass den Funk in „Ship Go Down“ auch mal ein wenig in Richtung Jazz. Wie zuvor schon mit einer kleinen Hymne zur Zeit. „You better keep your sisters ­close“, rät Natalie Prass, und dann stimmen die anderen „Sisters“, die gerade da waren, natürlich mit ein. Bevor zu guter Letzt „Ain’t Nobody“ den Kreis schließt.

Wie immer das schon fertige Album geklungen haben mag, ­ihre Entscheidung, für „The Future And The Past“ alles über den Haufen zu werfen, muss Natalie Prass nicht ­bereuen


ÄHNLICHE ARTIKEL

ROLLING STONE präsentiert: Natalie Prass

Natalie Prass kommt für fünf Konzerte nach Deutschland. ROLLING STONE präsentiert.

Im neuen ROLLING STONE: CD New Noises „Miles Away“

Ob Soul, Pop oder Folk-Rock – alle Songs auf unserer CD für den Juli scheint etwas zu einen: die Besinnung auf Wesentliches und die Suche nach einer Wahrheit. Shannon Shaw findet sie in den 60er-Jahren, Konstantin Gropper alias Get Well Soon in verstörend schönen Betrachtungen über eine Gesellschaft in Angst und Neko Case in überraschend eingängigen Harmonien.

Im neuen ROLLING STONE: CD Rare Trax "Best Of 2015"

Vom wohligen Soul-Touch der wunderbaren Songschreiberentdeckung Natalie Prass bis zum progressiven Jazz-Experiment von Kamasi Washington spannt unsere Compilation zum Jahresrückblick einen so breiten wie vielschichtigen Bogen. Zudem gibt’s auf der CD den Gewinnersong des Project-Aloft-Star-Wett­bewerbs, der in Kooperation mit dem ROLLING STONE stattfand.


10 Dinge, die Sie über Kurt Cobain garantiert noch nicht wussten

Kurt Cobain zählte zu den größten Rockstars des 20. Jahrhunderts und ist die Personifizierung der Grunge-Bewegung zu Beginn der 1990er-Jahre. Wir können nur vermuten, welche Songs die Welt noch von ihm hätte hören können, doch leider wurde auch Kurt Cobain Mitglied des Club 27: Sowohl Cobain als auch weitere Musiker wie Jimi Hendrix, Jim Morrison oder Amy Winehouse verstarben allesamt im Alter von 27 Jahren. Die folgenden Fakten sind Aspekte seines viel zu kurzen Lebens, die oft übersehen werden. 1. Suizid in der Cobain-Familie Bis heute ranken sich Verschwörungstheorien um den Tod von Kurt Cobain. Anhänger dieser Geschichten behaupten etwa, dass…
Weiterlesen
Zur Startseite