Nina Nastasia „Riderless Horse“


Temporary Residence/Cargo (VÖ: 22.7.)


von

Diese Platte wäre undenkbar, wenn sich Kennan Gudjonsson, der Lebensmensch der Sängerin, nicht 24 Stunden nach ihrem Wunsch nach Trennung das Leben genommen hätte. Er hatte ihren Songs als Produzent Form gegeben, aber die beiden hatten sich auch in einer toxischen Beziehung eingelebt.

Nach zwölf Jahren Stille findet Nina Nastasias bereits auf dem von John Peel gefeierten Debüt, „Dogs“ (2000), zu Perfektion gelangter Stil eine neue Reduktion: eine kaum im Studio bearbeitete Sammlung von Folk-Vignetten, die nachdenklich über Verlust, gebrochene Leidenschaft und die Ambivalenz von Freiheit meditiert. Die emotionale Direktheit ist manchmal kaum zu ertragen – und macht doch die Befreiungshaltung dahinter radikal hörbar.


ÄHNLICHE KRITIKEN

Easy Life :: „Maybe In Another Life“

Wachstumsschmerzen und Krokodilstränen

The Interrupters :: „In The Wild“

Ist das die Rückkehr der Ska-Punk-Partybands?

Yo La Tengo :: „I Can Hear The Heart Beating As One“ – Der wilde Schlag des Herzens

Ein Meilenstein der Independent-Musik, erweitert um Peel Sessions und Remixes


ÄHNLICHE ARTIKEL

Indiana Jones: Warum „Das Königreich des Kristallschädels“ nicht der schlechteste Indy ist

Aliens und Affen an Lianen: Umgehend nachdem „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ ins Kino kam, wurde er zum unbeliebtesten Film der Abenteuer-Reihe. Zu Unrecht.

Kritik: Gorillaz live in Berlin – Hier tanzen auch zynische Hipster

Die virtuelle Band rund um Frontmann Damon Albarn befindet sich auf Welttournee. Am 24. Juni spielten sie in der Parkbühne Wulheide in Berlin.

Erdmöbel-Special: Hätte Sehnsucht Gewicht

Eine Reise ins Werk der virtuosesten deutschen Pop-Band