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Samantha Schweblin Das Gift


In einem unachtsamen Moment hatte der zweijährige David vom pestizidverseuchten Wasser auf der Farm des Großgrundbesitzers Sotomayor getrunken. Seine Mutter, Carla, überließ den so Vergifteten in ihrer Hilflosigkeit einer Naturheilerin, die den Geist des Jungen in einen anderen Körper umziehen ließ. Denn nur „wenn die Vergiftung auf zwei Körper verteilt ist, besteht die Chance, sie zu überleben“. Eine absurde Geschichte, die Carla Jahre später Amanda erzählt, als diese mit ihrer zweijährigen Nina zu Besuch ist. Mutter und Tochter kommen ebenfalls mit dem kontaminierten Grundwasser in Kontakt, die Katastrophe nimmt ihren Lauf. Beklemmend und verstörend vermisst die 1978 in Buenos Aires geborene Wahlberlinerin Schweblin die Grenzen zwischen Fantasie und Realität. Allerdings verleidet die undurchsichtige Handlung das Vergnügen an der bestechenden Sprache der Übersetzung.


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