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Ricky Gervais legt noch einmal nach: „Mein Job ist es, Leute zu verarschen“


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Fünfmal ist Ricky Gervais bei den Golden Globes als Moderator aufgetreten. Kein einziges Mal zügelte er sich mit seinen giftigen Kommentaren. Warum auch? Man hatte ihn ja deswegen geholt. In diesem Jahr machte seine Eröffnungsrede allerdings noch mehr Furore als in den vergangenen Jahren.

„Und da haben wir Baby Yoda – halt, das ist ja Joe Pesci!“ war noch harmlos, ebenso der Kommentar zu Martin Scorsese – der „Marvel“-Kritiker sei ja selbst zu winzig, um all die Fahrgeschäfte in den Freizeitparks nutzen zu dürfen, mit denen er die „Avengers“-Filme verglich.

Härter waren die Bezeichnung des Films „Die zwei Päpste“ als Pädophilen-Werk sowie die Ansage, dass Jeffrey Epstein ja unzählige Freunde unter den Anwesenden gehabt hätte. Dazu die Titulierung James Cordens als „Fat Pussy“, was ebenso eine Anspielung an das „Cats“-Debakel war wie die angebliche Beobachtung, „Cats“-Darstellerin Judi Dench lecke sich am liebsten da, wo Katzen sich eben lecken.

„Thank Fuck, dass das vorbei ist“

Schon vorher hatte Gervais angekündigt, dass es sich um seinen letzten Auftritt bei der Preisverleihung handeln würde. Unmittelbar nachdem die Kontroverse um seine dirty jokes startete, reagierte der Komiker, der zuletzt auch in Deutschland live zu sehen war, auf Facebook: „Danke für all die aufregenden Kommentare zu meinem ‚Golden Globe‘-Monolog. Beste Reaktionen aller Zeiten, und die bedeuten mir sehr viel. Es hat Spaß gemacht, aber thank fuck, dass das vorbei ist.

Jetzt fügte er dem absurden öffentlichen Schauspiel einen letzten Kommentar auf Facebook hinzu und erklärte, warum er sich seine scharfzüngigen Kommentare nicht verkneifen konnte. „Ich habe Hollywood nicht gegrillt, weil das ein Haufen Liberaler ist“, schrieb Gervais. „Ich selbst bin ein Liberaler. Daran ist nichts auszusetzen. Ich habe sie geröstet, weil sie ihren Liberalismus wie einen glänzenden Schild vor sich hertragen. Ich bin auch ein empfindlicher Typ, ein Liberaler, ich kann sie nicht mal dafür hassen. Aber mein Job ist es, sie zu verarschen. Das habe ich getan.“



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