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„Rockpalast“-Erfinder Peter Rüchel ist tot

Mister „Rockpalast“ – Peter Rüchel – ist tot. Der in Berlin geborene WDR-Redakteur veränderte mit der Erfindung der Musiksendung die Wahrnehmung auf Rock und Pop in der Republik. Nun ist er im Alter von 81 Jahren nach schwerer Krankheit in Leverkusen verstorben, wie der „Leverkusener Stadtanzeiger“ mit Bezug auf seine Familie als erstes berichtete.

Rüchel hatte bereits eine Karriere als Rundfunkredakteur beim Sender Freies Berlin hinter sich, als er zum ZDF kam, um dort Programm für Jugendliche zu machen. 1974 wechselte er schließlich zum WDR, wo er gemeinsam mit Christian Wagner das Konzept für den „Rockpalast“ ersann.

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Geplant war zunächst lediglich die Ausstrahlung von Konzertmitschnitten, doch ab 1977 verselbstständigte sich diese Idee, als Roger McGuinns Thunderbyrd, Rory Gallagher und Little Feat für eine „Rocknacht“ in der Essener Gruga-Halle auftraten und dort von Fernsehkameras beobachtet wurden. Live-Musik fürs deutsche Fernsehen! Alle sechs Monate holte Rüchel fortan mit seinem Team Größen wie The Who, The Police und U2 nach Deutschland.

„Rockpalast“ wurde schnell zum Kultfernsehen

Die Rocknächte wurden gleich von mehreren Radiosendern übertragen – und das nicht nur in Deutschland. So bekamen Zuschauer die Möglichkeit, die Konzerte in Stereo zu hören (das Fernsehen bot zu dieser Zeit ansonsten nur Mono-Klang). Peter Rüchel moderierte später auch eine „Rockpalast“-Radioshow, in der er mindestens einen Song von Bruce Springsteen, seinem Lieblingsmusiker, spielte. Zu den Vorwürfen, die das Format lange begleiteten, gehörte immer, dass der „Rockpalast“ stets nur an Helden der Vergangenheit festhielt, jüngeren Musikern und vor allem Musikrichtungen über Rock und Pop hinaus kaum Platz einräumte.

In den 80ern verlor der „Rockpalast“ an Zugkraft. 1986 gab es die vorerst letzte „Rocknacht“. Es war die 17. Ausgabe. Rüchel brachte sie allerdings in den 90ern wieder unter dem Namen „Rocklife“ zurück und seit 1995 ist auch der „Rockpalast“ wieder eine feste Marke beim WDR für Musikfernsehen jeglicher Art. Zahlreiche Konzertmitschnitte sind inzwischen auch als Live-Album oder Live-DVD erhältlich.


Bruce Springsteen: Die besten Veröffentlichungen aus der „Archive Series“ (4): Boston, 19.11.2007

Aktuell 43 Live-Mitschnitte, aufgenommen zwischen 1975 und 2013, bietet Bruce Springsteen auf seiner Website in der „Archive Series“ in verschiedenen Formaten zum Download an. In der Regel erscheint am ersten Freitag jedes Monats eine neu abgemischte Archiv-Show. Welches Konzert hatte die schönste Setlist? Wo war der Sound am besten? Ein Springsteen-Guide als Serie, zum 70. Geburtstag des Musikers: Aufnahmen, die man kennen muss. Die Autoren: Lutz Göllner ist Redakteur im Medienressort der Berliner Stadtmagazine „zitty“ und „tip“. Bei einem USA-Aufenthalt hat er 1974 erstmals Springsteen gehört, fühlte sich als Kind und Jugendlicher immer wie ein Loser, bis er merkte: Er selber ist…
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