Die Sphere verspricht „Rocky Horror“-Fans 2027 absoluten Genuss
Der ikonische Kultfilm bekommt dieselbe Behandlung wie „The Wizard of Oz“ – in gigantischem Format in der Sphere.
Was passt besser nach „The Wizard of Oz“ als „The Rocky Horror Picture Show“ – die im Grunde dasselbe ist wie „The Wizard of Oz“, nur mit cooleren Songs und besserem Make-up? Nachdem Dorothy Gale mit ihrem Hündchen davongewirbelt ist, öffnet die Sphere ihre Tore für Legionen von Transylvaniern: überdimensionale Vorführungen des geliebten Kultfilms von 1975, in dem das tollpatschige Midwestern-Pärchen Brad und Janet beim Time Warp auf die wohl beste Party ihres Lebens stößt. Die Betreiber des Venues planen, „The Rocky Horror Picture Show at Sphere“ – eine „erweiterte“ Fassung des Originals – im Jahr 2027 zu eröffnen.
„Seit der Premiere von ‚The Rocky Horror Picture Show‘ im Jahr 1975 hat der Film das Konzept der Publikumsbeteiligung neu definiert und sich zu einem kulturellen Phänomen entwickelt“, erklärte Jim Dolan, Executive Chairman und CEO von Sphere Entertainment, in einem Statement. „Mit der Sphere haben wir die Möglichkeit, diesen Geist der Immersion auf ein völlig neues Level zu heben.“
„The Rocky Horror Show“ begann sein Leben 1973 als Bühnenmusical im Londoner West End. Record- und Filmproduzent Lou Adler war so begeistert davon, dass er die Produktion nach Los Angeles holte und die Filmrechte für das erwarb, was schließlich zu „The Rocky Horror Picture Show“ wurde. Der Film floppte – doch dank Tim Currys exaltierter Darstellung des „transsexuellen Transvestiten“ Dr. Frank-N-Furter sowie Susan Sarandons und Barry Bostwicks trotteliger Verkörperung eines naiven Midwestern-Paares, das lüsterne Aliens in die Bisexualität verführen, und nicht zuletzt Richard O’Briens perfekt kitschigem und eingängigem Soundtrack erlebte er ein zweites Leben als Midnight Movie – komplett mit Shadow Casts, die das Geschehen auf der Leinwand nachspielen, und Zuschauern, die Toast und Reis auf die Kinoleinwand werfen. Die Sphere sollte besser große Wischmopp-Vorräte anlegen.
Sphere und der Oz-Effekt
Das 17.600 Plätze fassende Venue hat mit „The Wizard of Oz“ laut „Hollywood Reporter“ Ticketeinnahmen von 400 Millionen Dollar erzielt. Diese Produktion eröffnete in der Sphere am 28. August.
Eine interessante Randnotiz: O’Brien, der das Originalstück schrieb und onscreen Riff Raff verkörperte, wollte ursprünglich, dass der Filmanfang in Schwarzweiß gedreht wird und erst dann in Farbe umschlägt, wenn Curry als Frank-N-Furter die Leinwand betritt – als Hommage an „The Wizard of Oz“.