Roger Waters glaubt, Ukraine könnte ihn töten lassen


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Pink-Floyd-Gründungsmitglied Roger Waters hat in einem Interview mit der US-Ausgabe des ROLLING STONE russische Kriegsverbrechen in der Ukraine zurückgewiesen. Im Gegenzug beschuldigte er den Interviewer, westlicher Propaganda aufgesessen zu sein. Diese sei „genau die Kehrseite davon, dass man sagt, russische Propaganda, Russen haben sich in unsere Wahlen eingemischt, Russen haben dies und das gemacht“, sagte Waters. „Alles Lügen, Lügen, Lügen.“

Außerdem wies er Anschuldigungen gegen Russland damit zurück, dass er selbst angeblich auf einer ukrainischen Todesliste stehe. „Vergesst nicht, ich bin auf einer Todesliste, die von der ukrainischen Regierung unterstützt wird. Ich bin auf der verdammten Liste, und sie haben kürzlich schon Menschen getötet… wenn sie dich töten, schreiben sie ‚liquidiert‘ auf dein Bild. Und ich bin eines dieser verdammten Bilder“, sagte Waters.

Roger Waters – ein Staatsfeind der Ukraine?

Tatsächlich steht der Musiker auf einer Liste der kontroversen ukrainischen Seite „Mirotworez“ (Friedensstifter), die angebliche Staatsfeinde der Ukraine enthält. Allerdings stammt der Eintrag bereits aus dem Jahr 2018, und hat damit nichts mit seinen aktuellen Aussagen zum Ukrainekrieg zu tun. Die Seite war 2018 auch in den deutschen Schlagzeilen, als Ex-Kanzler Gerhard Schröder dort gelistet wurde.

Waters beschuldigt im Interview auch die Medien, ein Bild zu verbreiten, nach dem Russland und China böse, und der Westen gut sei. Er sieht das hingegen anders. „Wir sind mindestens um den Faktor zehn die Bösesten. Wir töten mehr Menschen. Wir mischen uns in die Wahlen von mehr Menschen ein. Wir, das amerikanische Imperium, machen all diese Scheiße.“

Waters war zuletzt wiederholt mit kontroversen Aussagen zum Ukraine-Krieg aufgefallen. In einem Offenen Brief an die Frau des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, Olena Selenska, gab er Selenskyj die Schuld am Konflikt. Nachdem dieser Brief viel Kritik erntete, schrieb er auch an den russischen Präsidenten Wladimir Putin und bat ihn darum, ausdrücklich zu sagen, dass Russland „keine weiteren territorialen Interessen als die Sicherheit der russischsprachigen Bevölkerung auf der Krim, in Donezk und Lubansk“ habe.