Roger Waters beleidigt Ozzy Osbourne nur noch mehr

Roger Waters verteidigt in einem neuen Interview seine umstrittenen Aussagen über Ozzy Osbourne und lehnt eine Entschuldigung ab.

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Roger Waters hat seine umstrittenen Aussagen über Ozzy Osbourne nach dessen Tod erneut verteidigt. Die Kommentare, die er ursprünglich kurz nach Osbournes Ableben gemacht hatte, waren als unsensibel kritisiert worden. Auch von Mitgliedern der Familie Osbourne.

Nach dem Tod von Ozzy Osbourne im vergangenen Sommer sagte Waters in einem Interview mit dem Podcast „Independent Ink“: „Ozzy Osbourne, der gerade gestorben ist, Gott segne ihn in was auch immer für einem Zustand er sein ganzes Leben lang war. Wir werden es nie wissen. Die Musik – keine Ahnung. Es ist mir scheißegal.“

Anschließend fügte er hinzu: „Ich interessiere mich nicht für Black Sabbath, habe ich nie. Kein Interesse daran, Hühnerköpfe abzubeißen oder was auch immer die machen. Ist mir völlig egal.“

Reaktionen aus der Familie Osbourne

Diese Aussagen lösten scharfe Reaktionen innerhalb der Familie Osbourne aus. Jack Osbourne schrieb in den sozialen Medien: „Hey Roger Waters, fick dich. Wie erbärmlich und weltfremd du geworden bist. Die einzige Art, wie du heutzutage Aufmerksamkeit bekommst, ist, indem du Bullshit in der Presse auskotzt. Mein Vater hielt dich immer für ein Arschloch. Danke, dass du ihm recht gibst.“

Auch die Familie Osbourne veröffentlichte kurzzeitig ein T-Shirt, das sich über Waters lustig machte. Darauf stand der Schriftzug „Another Prick in the Wall“. Daneben ein Bild von Ozzy Osbourne, der auf das Album „The Wall: Live in Berlin“ uriniert.

In einem neuen Interview mit Piers Morgan wurde Roger Waters erneut auf seine Aussagen angesprochen. Morgan fragte ihn, ob er die Kommentare bereue – insbesondere wegen des unempfindlichen Zeitpunkts kurz nach Osbournes Tod.

Waters verteidigt seine Aussagen

Waters räumte ein, dass die Aussagen gefallen seien, relativierte sie jedoch: „Diese Kommentare – ich bestreite nicht, dass ich sie gesagt habe – fielen mitten in einem langen Interview“, erklärte er, bevor er nachlegte: „Muss ich denn jede Rockband mögen, die es je gab, oder Menschen, die Fledermäusen die Köpfe abbeißen?“

Auf die Frage, ob er sich bei Sharon Osbourne entschuldigen würde, verneinte Waters dies ausdrücklich. „Ich hatte offensichtlich keine Ahnung, dass Sharon Osbourne einen Podcast hört“, sagte er. „Nicht dass ich viel für Sharon Osbourne übrig hätte. Sie ist eine radikale Zionistin. Und sie hat mich aller möglichen Dinge beschuldigt. Weil sie Teil der israelischen Lobby ist.“

Keine Entschuldigung, aber Gesprächsangebot

In Bezug auf den Rest der Familie Osbourne zeigte sich Waters etwas versöhnlicher. Über Jack Osbourne sagte er: „Hör zu, Jack. Wenn er reden will, rede ich mit ihm. Und ich werde nicht gemein zu ihm sein.“