Rolling Stones: 10 Songs, die nur Hardcore-Fans kennen
Die 10 besten Deep Cuts der Rolling Stones – von „Moonlight Mile“ bis „Can’t You Hear Me Knocking“.
5. „Time Waits for No One“
Es ist schwer, nicht ein wenig Mitleid mit Mick Taylor zu empfinden. Niemand bestreitet, dass er ein herausragender Gitarrist war, der den Rolling Stones half, einige ihrer denkwürdigsten Stücke zu gestalten, doch er trat einer Band mit zwei äußerst erfahrenen Songwritern bei, und es war schwierig für ihn, in diesem Team Raum zu finden.
Als die Stones 1974 „It’s Only Rock ’n Roll“ aufnahmen, befand sich Richards in einer schwierigen Phase und war nicht immer verfügbar, sodass Taylor eine entscheidende Rolle beim Schreiben von „Time Waits for No One“ spielte. Er behauptete, Jagger habe ihm eine Autorenbeteiligung versprochen, und dass er sie nicht erhielt, spielte eine Rolle bei seiner Entscheidung zu gehen. Wer weiß, wie anders sich alles entwickelt hätte, wenn Taylor geblieben wäre, doch der Song bleibt ein sehr schönes Schlussstatement.
4. „Dead Flowers“
Nur neun Tage nach Altamont gingen die Rolling Stones in die Londoner Olympic Studios, um diesen neuen Song mit düsteren Untertönen aufzunehmen, die möglicherweise von der jüngsten Tragödie inspiriert waren. „Ich werde in meinem Kellerzimmer sein/mit einer Nadel und einem Löffel“, singt Jagger. „Und noch ein Mädchen, das meinen Schmerz vertreibt.“
Zu dieser Zeit starteten Country-Rock-Gruppen wie Poco und The Flying Burrito Brothers durch, und ihr Einfluss ist deutlich hörbar. Townes Van Zandt coverte den Song viele Jahre später, und diese Version wurde einprägsam in „The Big Lebowski“ verwendet.
3. „Sway“
Zwischen „Brown Sugar“ und „Wild Horses“ auf „Sticky Fingers“ platziert, war „Sway“ die erste wirklich große Bühne für Mick Taylor. Der Gitarrist schrieb den Song mit Mick Jagger und glaubte, er würde angemessen gewürdigt, doch letztlich wurde er Jagger/Richards zugeschrieben, obwohl Keith lediglich Hintergrundgesang beisteuerte.
Es war die Art von Kränkung, die Taylor in den Anfangsjahren hinzunehmen bereit war, die jedoch in späteren Jahren zunehmend zum Problem wurde. Der Gitarrist spielte das Stück 2013 bei drei Gelegenheiten mit den Stones.
2. „Moonlight Mile“
Sollten die Rolling Stones diesen Sommer tatsächlich „Sticky Fingers“ aufführen, könnte der Höhepunkt „Moonlight Mile“ sein, insbesondere wenn sie sich ein Streichorchester leisten, um den Song angemessen zu spielen.
Das sechsminütige Stück beschließt das Album mit einem wunderschönen Arrangement von Paul Buckmaster, der zur selben Zeit mit Elton John ähnlich Magisches schuf, und das erhob den Song zu einem absoluten Meisterwerk. Die Stones versuchten sich 1999 live daran, doch es setzte sich nie wirklich durch.
1. „Can’t You Hear Me Knocking“
Es ist ziemlich klar, dass „Sticky Fingers“ ein beliebtes Album unter Stones-Kennern ist – die Hälfte dieser Liste stammt von dieser Platte. In „Can’t You Hear Me Knocking“ verschmilzt Keith Richards perfekt mit dem neuen Bandmitglied Mick Taylor, und der Song endet mit einer Jam-Session, die wie das beste Musikstück klingt, das Carlos Santana nie aufgenommen hat. Er wurde in einem einzigen Take aufgenommen, und Richards bemerkte nicht einmal, dass er aufgenommen wurde, doch das Wechselspiel wird jedes Mal nachgestellt, wenn die Gruppe den Song live spielt. Die Stones spielten „Can’t You Hear Me Knocking“ damals nur selten, doch 2002 fand er schließlich regelmäßig Eingang in ihr Repertoire.