Sharon Osbourne über den KI-Ozzy: „Ich brauche euer beschissenes Geld nicht“

Die Osbournes haben Anfang des Jahres die Entwicklung eines KI-Avatars des Prince of Darkness bekanntgegeben – nun schlägt Sharon zurück.

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Sharon Osbourne hat auf die Kritik reagiert, wonach die Entwicklung einer KI-Version von Ozzy Osbourne reine Geldmacherei sei. In der neuesten Folge des „The Osbournes“-Podcasts ging Sharon direkt auf die Vorwürfe ein, die Familie nutze neue Technologie als schnelles Abzockprojekt.

In der Folge beschrieben Sharon und Jack Osbourne den KI-Avatar von Ozzy als technologischen Fortschritt und betonten, dass jemand anderes es tun würde, falls sie es nicht täten. Jack ergänzte, es handele sich um ein „geschlossenes KI-Modul“, das nicht mit dem Internet verbunden sei. „Jemand sagte: ‚Das ist gefährlich, ihr könnt das nicht kontrollieren’“, erzählte er. „Und ich dachte mir: ‚Was zum Teufel glaubt ihr, was das hier ist? ‚Terminator‘?‘ Meint ihr, das Ding wird irgendwann selbstständig denken und Ozzy schießt als Nächstes die Atomraketen ab?“

Er fügte hinzu: „Für mich geht es nicht darum, so zu tun, als wäre er noch am Leben.“

Sharon: „Er lebt weiter“

Sharon erwiderte: „Er ist noch am Leben. Er hat uns ein Werk hinterlassen, das niemals sterben wird.“

Bei einem Punkt waren sich beide einig: Es gehe darum, sicherzustellen, dass er „niemals vergessen“ werde. „Die Technologie schreitet voran“, stellte Sharon fest und ergänzte, sie habe „Mitleid mit jenen Menschen“, die glaubten, es gehe ums Geld.

„Ich bitte euch nicht, dabei zu sein“, sagte sie. „Ich will euer beschissenes Geld nicht. Ich brauche euer beschissenes Geld nicht. Mir geht es sehr gut.“

Ozzys eigener Wunsch

Sie betonte, dass Ozzy selbst das Projekt unterstützt hätte. „Wenn mir jemand ins Gesicht sagt, ich betreibe hier Abzocke? Nein, ihr kennt meinen Mann nicht, okay?“, sagte sie. „Ich kenne meinen Mann. Mein Mann hat mir immer wieder gesagt: ‚Wie lange glaubst du, dass man sich nach meinem Tod an mich erinnern wird?’“

Im Mai gaben die Osbournes bekannt, eine Partnerschaft mit Hyperreal und Proto Hologram eingegangen zu sein, um einen KI-gestützten Prince of Darkness zu erschaffen. Dieser soll mit seinen Fans sprechen können und noch in diesem Sommer in Proto-Luma-Einheiten in Großbritannien und den USA verfügbar sein. Das Projekt hat bereits für Gegenwind gesorgt, weil Fans offenbar den Umfang der Technologie falsch einschätzen.

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Jack hatte Bedenken bereits zuvor in einem Livestream-Q&A ausgeräumt und versichert, „es wird nicht beschissen lahm sein“. „Was wir machen, ist wirklich komplex“, sagte er. „Das ist nicht einfach so, als würde man ein Bild von meinem Vater an ChatGPT anschließen. Das ist Highend-Technologie, mit der wir arbeiten werden, und es wird sich sehr real anfühlen – und die Art, wie es eingesetzt wird, ist irgendwie verrückt.“

Gespräche vor Ozzys Tod

Er erklärte außerdem, dass er ähnliche Ideen mit seinem Vater noch vor dessen Tod im vergangenen Jahr besprochen habe. „Es ist wirklich cool, und ich glaube, mein Dad wäre begeistert davon“, sagte Jack. „Wir haben tatsächlich vorher darüber gesprochen, bevor er gegangen ist, so etwas zu machen … Ich weiß, dass er das gut gefunden hätte.“

Der CEO von Hyperreal, Remington Scott, erklärte gegenüber ROLLING STONE, das Unternehmen habe den Ozzy-Avatar mithilfe patentierter Technologie entwickelt, die es dem Avatar ermögliche, in Echtzeit zu agieren. Dabei setzt das Unternehmen auf patentiertes „Digital DNA“-Verfahren, um die nötigen Daten für die Erstellung der Avatare zu erfassen.

„Er kann live auftreten, auf Publikum reagieren und in interaktiven Umgebungen existieren“, sagte Scott. „Das ist kein vorab gerenderter Content, der in einer Endlosschleife läuft. Es ist eine lebendige Performance, die ausschließlich aus authentifiziertem Quellmaterial besteht: kuratiert, mit Zustimmung erstellt und kontrolliert von den Menschen, die Ozzy am nächsten standen.“

Emily Zemler schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil