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Rechte Trolle greifen an: Shia LaBeoufs Trump-Protest lief anders als geplant

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Eigentlich ist er ja Schauspieler, dennoch fühlt sich Shia LaBoeuf mehr und mehr der Performance-Kunst berufen – deren Erfolg entspricht allerdings oftmals weder seinen Erwartungen, noch denen des Publikums. So bestand eines seiner Kunstprojekte beispielsweise darin, per Anhalter durch die USA zu touren, ein andermal sah er sich 72 Stunden am Stück alle seine 29 Filme an.

He Will Not Divide Us

Auch sein neuester Geistesblitz mutet zunächst merkwürdig an, könnte aber aus künstlerischer Sicht durchaus Erfolg haben: Unter dem Titel „He Will Not Divide Us“ soll eine Videokamera auf selbigen Schriftzug an einer Wand vor dem „Museum of Moving Image“ zeigen; Bürger sollen dort ihre Bedenken bezüglich Trumps Präsidentschaft mithilfe des besagten Slogans äußern.

Vierjährige Installation

Die Aufnahmen sollen dann auf eine Webseite übertragen werden, auf welcher man sich die Videos ansehen kann; insgesamt soll das Projekt vier Jahre dauern – genau so lang also, wie Donald Trumps aktuelle Amtszeit laufen wird. Startschuss der Installation war am vergangenen Wochenende, als der 45. Präsident am 20. Januar inauguriert wurde. Shia LaBeouf möchte seine Kunst als einen „Wallfahrtsort“ für Trump-Gegner sehen.

„4Chan“-User vermiesen das Projekt

Allerdings: Dem Internet kann man nicht trauen, und weshalb sollte sich das bei einem Kunstprojekt dieser Art anders verhalten? Verschiedene Mitglieder eines „4Chan“-Threads ätzten erst virtuell, dann physisch präsent gegen die Message der Installation – sogenannte „Trolls“ hatten unterschwellig sowohl Botschaften der „Alt-Right“ und der „White Supremacy“ eingeschleust, beides Gemeinschaften von Rechtsextremisten, die der Meinung sind, die „Weißen“ seien die „Herrenrasse“.

LaBeouf zeigt Einsatz

Als dann ein vermeintlicher (tatsächlicher?) Anhänger der „White Supremacy“ vor ihm stand, brüllte ihm LaBeouf „He Will Not Divide Us“ ins Gesicht, was seine Kritiker selbstverständlich besonders freute, zeugte der Ausraster doch eindeutig von einem Mangel an Professionalität. Irgendwie ist der Schauspieler einfach durchgeknallt – ob ihm der Einsatz gegen rechtes Gedankengut da noch Sympathiepunkte einbringen kann …?



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