„Shining“-Star Shelley Duvall nach 20 Jahren wieder in Film dabei


von

Shelley Duvall war bereits ein großes Licht des anspruchsvollen Hollywood-Kinos, als sie Stanley Kubrick für seine berüchtigte Stephen-King-Adaption von „The Shining“ besetzte und weltberühmt machte. Duvall hatte hinreißende Auftritte in den Altman-Filmen „Diebe wie wir“, „Nashville“ und „Drei Frauen“, Woody Allen besetzte sie genial in „Der Stadtneurotiker“.  Doch die Rolle der hysterischen Mutter blieb an ihr kleben – genauso wie der schmerzhafte Dreh des Horror-Klassikers.

Auch wenn die inzwischen 73-Jährige nach „The Shining“ noch einige beachtliche Projekte verfolgte (etwa „Roxanne“ mit Steve Martin), verlor sie mit der Zeit ihren Nimbus, hielt sich später vor allem mit Nebenrollen über Wasser. 2002 folgte mit „Manna From Heaven“ der Ausstieg aus dem Filmbusiness.

Shelley Duvall und „The Forest Hills“: Wieder eine Mutter-Rolle

Nun kommt der Rückzieher: Shelley Duvall wird in dem Indie-Horror-Thriller „The Forest Hills“ von Autor und Regisseur Scott Goldberg zu sehen sein, wie „Deadline“ berichtet. Es geht um einen einen verstörten Mann, der von alptraumhaften Visionen gequält wird, nachdem er beim Camping in den Catskill Mountains eine schwere Schädelverletzung erlitt. Duvall wird die Mutter des psychisch und emotional gestörten Rico spielen, und wohl vor allem als innere Stimme in Erscheinung treten.

Regisseur Goldberg freut sich über den Casting-Coup: „Wir sind große Fans von ‚The Shining‘, und es ist wirklich einer meiner Lieblingshorrorfilme aller Zeiten, zusammen mit John Carpenters ‚Halloween‘ und George A. Romeros ‚Day of the Dead‘ (…). Shelley trug dazu bei, dass ‚The Shining‘ ein absolutes Meisterwerk wurde, indem sie alles gab und auf eine Art und Weise auftrat, die wirklich die Angst und den Schrecken einer isolierten Mutter zum Ausdruck brachte.

Jahrelang hatte sich Shelley Duvall komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen. Ein Video-Gespräch aus dem Jahr 2016 mit dem in den USA bekannten Fernsehpsychologen Dr. Phil (Phil McGraw) ließ sie in einem bedauernswerten Zustand erscheinen, sie bekannte sich dabei sogar dazu, geistig schwer gestört zu sein. Im vergangenen Jahr gab sie dann abermals ein Interview über den Entstehungsprozess von „The Shining“ und brach darin in der Sicht auf eine gedrehten Szene des Films in Tränen aus.