Starb Bruce Lee, weil er zu viel Wasser trank?


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Der Tod Bruce Lees ist fast 50 Jahre her, bis heute ranken sich aber zahlreiche Vermutungen darum, woran die Martial-Arts-Legende eigentlich starb. Jetzt ist eine neue Theorie dazugekommen. Eine Gruppe spanischer Ärzte kommt in einer Studie zum Schluss, dass Lee schlicht zu viel Wasser getrunken und damit seine Nieren überfordert habe.

„Ironischerweise machte Le das Zitat ‚Sei Wasser, mein Freund‘ berühmt, aber Wasser im Übermaß scheint ihn letzten Endes getötet zu haben“, heißt es im Fazit der Studie. Sie wurde an der Autonomen Universität Madrid von einer Gruppe Nierenärzte durchgeführt und in der Zeitschrift „Clinical Kidney Journal“ veröffentlicht.

Die Ärzte vermuten, dass Lees Tod an seiner „hohen, chronischen Flüssigkeitszufuhr“ gelegen habe. Das habe zu einer sogenannten Hyponatriämie, also der „Unfähigkeit, genug Wasser auszuscheiden, um Wasser-Homöostase [also das Wassergleichgewicht des Körpers] zu bewahren“. Sie listen dazu mehrere Risikofaktoren dazu auf: Lees flüssigkeitsreiche Diät, bei der er viele Säfte zu sich nahm, eine erhöhte Zufuhr von Alkohol und Marijuana sowie eine frühere Nierendysfunktion als Folge einer Verletzung.

Lee starb am 20. Juli 1973 überraschend im Alter von 32 Jahren. Schon zwei Monate vor seinem Tod stellten Ärzte bei ihm ein Hirnödem, also eine Flüssigkeitseinlagerung im Gehirn, fest. Weil dadurch der Hirndruck steigt, kann das lebensgefährlich sein. Was zu dem Hirnödem führte, ist auch heute nicht sicher. Nach einer kurzen Behandlung im Krankenhaus schien sich Lee aber zu erholen.

Am 20. Juli klagte Lee abends über Kopfschmerzen, nahm deswegen ein Schmerzmittel ein und legte sich hin. Einige Stunden später fand ihn seine Geliebte, die taiwanesische Schauspielerin Betty Ting Pei, bewusstlos auf. Im Krankenhaus konnte nur noch Lees Tod festgestellt werden. Die Ärzte stellten dort eine schwere Hirnschwellung fest. Als offizielle Todesursache wurde eine allergische Reaktion auf das verabreichte Schmerzmittel festgehalten.