„Stranger Things“: Dieser Star fehlte wegen Krebsbehandlung

Jennifer Marshall spielte Susan Hargrove in „Stranger Things“ und enthüllt, wie ihre Rolle in Staffel 5 während der Krebsbehandlung half.

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Nach dem Ende der letzten Staffel enthüllte Schauspielerin Jennifer Marshall, die in den Staffeln 2 und 4 der Netflix-Serie „Stranger Things“ die Mutter von Max, alias Susan Hargrove, gespielt hat, wie sehr ihr Auftritt in der finalen Staffel geholfen hat. Während ihrer Krebsbehandlung konnte sie über die gewerkschaftliche US-Versicherung (SAG-AFTRA) einigermaßen abgesichert bleiben.

Marshall befindet sich aktuell in der Reha-Behandlung nach ihrem zweijährigen Kampf gegen den Krebs. Sie erklärte auf Social Media in einem Mix aus Selbstironie und Ernst, dass das Angebot, wieder als Susan zurückzukehren, nicht nur finanziell, sondern auch emotional eine große Stütze gewesen sei.

Sie betonte, dass in solchen Großprojekten niemand per se Anspruch auf die Länge einer Rolle habe. Ihre Offenheit zeigt aber auch, wie eng Profi-Schicksal und persönliches Schicksal im Showbiz verknüpft sind.

Fans reagierten mit einer Mischung aus Unterstützung und Kritik: Einige hinterfragten, warum ihre Figur im letzten Kapitel der Geschichte nur wenig Entfaltung bekam. Andere verwiesen mit Kenner-Attitüde auf die begrenzte Erzählzeit und den dramatischen Fokus auf die zentralen Charaktere Eleven, Mike und Hopper.

Das Ende einer Ära

„Stranger Things“ ging zum Jahresende nach zehn Jahren und fünf Staffeln mit der Episode „The Rightside Up“ zu Ende. Der Abschluss markiert das Finale einer der erfolgreichsten Serien der Streaming-Ära mit zahlreichen Nebengeschichten. Im Zuge des Finales beginnt nun ein neues Kapitel, das zwischen popkultureller Bewertung und der Reaktion der Hardcore-Fans mäandert. Die fiktionale Netflix-Welt überlagert sich mit dem Leben da draußen im allseits winterlichen Januar.

Event-Marketing auf allen Kanälen

Die US-Vermarkter zogen dafür einige Register: Mit „exklusiven“ Kinovorführungen in über 600 nordamerikanischen Sälen zum Starttermin und geschätzten Einnahmen von über 25 Millionen Dollar allein mit dem Verkauf von Food Vouchers, alias Popcorn und Co. Das Story-Ende wurde generalstabsmäßig zum Event aufgeblasen. Digital und Analog tanzten einen Generation-Z-Walzer.

Am Kurfürstendamm in Berlin hatten die Strategen einen Pop-Up-Space installiert, eine Art „immersives“ Museum, das um die Weihnachtszeit und zwischen den Tagen von langen Fan-Schlangen belagert wurde. Bereits früher fand die Serie etwa im Kölner Großraum-Café „Hallmackenreuther“ im Belgischen Viertel als Event-Spektakel statt.

Blick hinter die Kulissen

Ergänzend zum Serien-Off startet am 12. Januar 2026 auf Netflix der Dokumentarfilm „One Last Adventure: The Making of Stranger Things 5“, der einen Blick hinter die Kulissen der finalen Staffel wirft. Darin gibt es Interviews mit Cast und Crew sowie Einblicke in die turbulenten Produktionsjahre und eine Art In-House-Reflexion darüber, wie es ist, ein weltweites Pop-Phänomen zu orchestrieren.

Ralf Niemczyk schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.