Bittersüßer Abschied: So war die „Stranger Things“-Premiere in Berlin

„Stranger Things“ feiert Premiere in Berlin: Finn Wolfhard, Gaten Matarazzo, Caleb McLaughlin und Noah Schnapp starten mit Fans in die finale Staffel auf Netflix. ROLLING STONE hat mit ihnen gesprochen.

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Die fünfte Staffel der Erfolgsserie „Stranger Things“ hat am 18. November in Berlin Premiere gefeiert – und Fans der Mystery-Welt in den Flughafen Tempelhof gelockt. Dabei konnte der Hangar 7 im Süden der Hauptstadt nicht nur mit einer täuschend echt nachgeahmten Erlebniswelt des fiktiven Serienorts Hawkins aufwarten, sondern auch mit prominenten Gästen: Gleich vier Protagonisten einer der erfolgreichsten Serien in der Geschichte von Netflix reisten unter lauten Schreien ihrer begeisterten Fans vor Ort an. Finn Wolfhard, Noah Schnapp, Gaten Matarazzo und Caleb McLaughlin wurden von glücklichen Ticketgewinnern und ausgewählten Gästen mit Jubel empfangen.

„Wir sind eine Familie geworden“, sagt Gaten Matarazzo

„Wenn man so lange Teil von etwas ist, wird man zu einer Familie, und das ist einfach unglaublich“, sagte Gaten Matarazzo, Darsteller des Protagonisten Dustin Henderson, gegenüber dem ROLLING STONE am Roten Teppich der Premiere. Kein Wunder, schließlich wurden die ersten Folgen der Serie bereits 2016 veröffentlicht. Damit sind nicht nur die Fans, sondern auch die Schauspieler mit der Geschichte von mysteriösen Superkräften, gefährlichen Monstern, einer rätselhaften Schattenwelt und vor allem guter Freundschaft großgeworden.

„Teil davon zu sein, war die größte Ehre meines Lebens. Es bedeutet auch einfach eine gewisse Beständigkeit. Es ist immer ein sehr beruhigendes Gefühl, ans Set zurückkehren zu können“, meint Matarazzo. „Wenn man nicht weiß, was als Nächstes kommt, sieht man das immer optimistisch und geht es so begeistert wie möglich an. Aber da ist immer dieses kleine Gefühl im Hinterkopf, dass ein Teil von dir sich wünscht, es gäbe noch eine weitere Folge. Auch wenn es natürlich gut ist, dass wir jetzt zum Ende kommen“, findet der 23-Jährige aus Connecticut.

So war die Premiere von „Stranger Things“

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„Alle schönen Dinge gehen einmal zu Ende“, findet Caleb McLaughlin

Nicht anders sieht es Caleb McLaughlin, der in der Serie Hendersons Co-Protagonisten und Jugendfreund Lucas Sinclair darstellt. „Ich finde, dieses letzte Kapitel ist ein großartiger Abschluss für dieses Buch, und ich bin bereit, das nächste aufzuschlagen“, überlegt McLaughlin. „Ich werde traurig sein, denn es war eine großartige Reise. Aber alle schönen Dinge gehen einmal zu Ende, und ich freue mich auf das, was kommt. Und ich habe das Gefühl, dass ich es umso mehr schätze, gerade weil es zu Ende geht.“

Staffelstart Ende November – das große Finale am Neujahrstag

So geht es auch den Fans, die dem großen Finale der Multimilliarden-schweren Serie, welches am 27. November beginnt und am Neujahrstag endet, mit großer Erwartung entgegen schauen. Somit ist sowohl die Erlebniswelt am Tempelhofer Flughafen, die die geheimnisvolle Schattenwelt „Upside Down“ in der Serie nachstellt, als auch die Premiere der ersten Folge rappelvoll besucht.

Eine Erlebniswelt mit Liebe zum Detail

Im schummrigen Licht der Halle, das im gespenstischen Rot der Serie schimmert, sind ausgewählte Gebäude der Serienstadt Hawkins zu begutachten, ebenso wie das „Upside Down“ der Serie von den Tentakeln eines unsichtbaren Monsters umrahmt. Ganz in der Manier der jugendlichen Hauptdarsteller können Besucher auf Fahrrädern durch die fiktive Stadt radeln, vorbei am Radiosender der fiktiven Robin Buckley und am verfluchten Wald des Dämonen Vecna. Figuren der monsterhaften Demogorgons, „Vermisst“-Plakate, die nach Superheldin Elfie suchen, und spiegelverkehrte Straßenschilder gehören zu den liebevollen Details. Auch wem der Magen knurrt, muss nicht lange suchen: „Stranger Things“-Kuchen werden ebenso verteilt wie serienadäquat belegte Pizzen.

Visuelles Highlight bleibt aber die Staffelpremiere selbst: Die Einstiegsfolge der fünften Season, die Fans in der kühlen Stille des Flugzeughangars anschauen, sorgt unter den Zuschauern für lautes Klatschen – und das Gefühl eines schrecklichen Cliffhangers, das einem bis zur Ausstrahlung der zweiten Folge am 25. November bittersüß im Magen liegen wird.

Denn für viele Fans ist „Stranger Things“ so viel mehr als bloß eine Geschichte – die Duffer Brothers und ihr Cast um Wolfhard, Schnapp, Matarazzo und McLaughlin haben über zehn Jahre ein Momentum der Popkultur erschaffen, das eine ganze Generation von Serienliebhabern geprägt hat. Schließlich geht es in der Mystery-Saga um mehr als nur Monster und Helden – es geht, in den Worten von McLaughlin an diesem Winterabend in Berlin, um „Loyalität und Liebe, und darum, für einen Freund da zu sein, egal was passiert.“