Til Schweiger lacht sich schlapp über „Tatort“-Kritik

Die HR-„Tatort“-Episoden mit Murot (Ulrich Tukur) gehören mit zum besten der Krimi-Reihe, wagen sie doch immer wieder außergewöhnliche filmische Spannungsbögen mit tiefe Verbeugungen vor der Kinohistorie.

So war es auch am Sonntag (20. Oktober): „Angriff auf Wache 08“ war eindeutig als Reminiszenz an John Carpenters Belagerungsthriller „Assault On Precinct 13“ (Assault – Anschlag bei Nacht) zu verstehen – der wiederum selbst eine Verneigung vor Western wie „Rio Bravo“ oder High Noon“ ist.

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Die „Tatort“Krimipersiflage borgte sich zahlreiche Versatzstücke der Klassiker und fügte dem zusätzlich einige haarsträubende Drehbucheinfälle hinzu. Es wird geschossen wie im Western und agiert wie bei „MacGyver“. Und zwischenzeitlich gibt’s noch ein paar Tarantino-Dialoge.

Szene aus dem "Tatort" vom Sonntag
Szene aus dem „Tatort“ vom Sonntag

„Tatort“ – Angriff auf Wache 08: Gewitzter Tauchgang in die Filmgeschichte?

Wie immer in solchen Fällen cineastischen Wagemuts gibt es vom Publikum oft den Stinkefinger (obwohl 7,98 Millionen Zuschauer dem „Tatort“ den Quoten-Tagessieg einbrachten – allerdings auch belustigte und giftige Twitter-Kommentare). Die Kritik jubelt aber. So auch Oliver Jungen in einer Rezension für die „FAZ“.

Darin heißt es unter anderem, dass es kein Film über Clan-Kriminalität sein. „Viel wichtiger ist dafür die mit der turbulenten Handlung im Wettstreit liegende entspannte Atmosphäre aus gelblicher Sommer-Western-Optik, verschwitzter Heldenerotik und musikalischer Motown-Coolness. Auf jeden Fall ist dieser Thriller in bester Tukur-„Tatort“-Tradition dicht, spannend und stilvoll erzählt. Von solch gewitzten Tauchgängen in die Filmgeschichte kann man gar nicht genug bekommen.“

Das findet Til Schweiger, leidenschaftlicher „Tatort“-Zuschauer und noch bis vor kurzem als Kommissar Tschiller so etwas wie der radikale Erneuerer des Formats, allerdings reichlich komisch. Auf seiner Facebook-Seite bekommt er einen Lachanfall aufgrund der Kritik von Jungen, den er anscheinend persönlich kennt. Sein Urteil ist klar: „Jede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!“

ARD/HR


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