Till Lindemanns „TL“: Neu im Angebot sind jetzt auch Klamotten und Rotwein


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Schwarzes Weinglas, schwarze Flasche. Till Lindemann sitzt auf einem Ledersessel und feiert mit Gönnermiene die Freischaltung seines neuen Webshops TL.Berlin. „Ein vollmundiger Tropfen aus der roten Traube, als Entrée für einen langen gemeinsamen Abend oder in der limitierten Version als besonderes Geschenk in der hochwertig verarbeiteten Geschenkverpackung“ heißt es dort. Ein neuer Versuch des Rammstein-Sängers ins schicke Promi-Business einzusteigen, wie seine Kollegen aus der HipHop-Szene.

Die Merlot-Cabernet-Cuvee aus der Pfalz namens „Herz“ gibt es für 29, 95 Euro, eine auf 1000 Flaschen limitierte Edition im noblen Papp-Schuber ist für 49,95 zu haben. In der üblichen Verkaufs-Lyrik ist von „handverlesenen Früchten“ und „enger Zusammenarbeit“ mit dem renommierten Winzer-Team die Rede. Was man halt so schreibt …

Doch der rote Tropfen ist nur der Auftakt zu einem weit größeren Angebot. Schließlich heißt es unter der Überschrift „Adding a Twist to High Fashion and Style“. Lindemann, der kürzlich noch für eine Vegan-Burger-Werbung als Karl Lagerfeld posierte, steigt nun auch mit der eigenen Mode-Linie ein: „TL.Berlin ist Fashion für Menschen, die das Außergewöhnliche suchen – inspiriert von den verheißungsvollen Untiefen der Berliner Subkultur, mit einer ganz eigenen Interpretation von urbanem Lifestyle, einem Schuss Extravaganz und einer Menge düsterer Eleganz.“

Abgebildet sind bislang eher konventionelle Hoodies und Shirts mit dem „TL“-Logo. Die Eleganz bleibt dabei etwas auf der Strecke, immerhin kann der Farbmix aus Schwarz und Anthrazit „düster“ genannt werden. Die eingearbeiteten Piercings aus Metall sollen dabei offenbar zum Markenzeichen werden. Damit verstärkt Lindemann seine Solo-Aktivitäten, die er zuletzt mit spektakulären Auftritten in Russland oder Israel forciert hatte. Gleichwohl stehen die Frühsommer-Termine für die mehrfach verschobene Stadiontour mit Rammstein.

Ob und wann das „TL“-Angebot künftig ausgebaut werden soll, wird auf der Website nicht gesagt. Dafür haben Fans auf diversen Rammstein-Foren bereits für milden Spott gesorgt. Besonders die Firmenanschrift in Dubai, die im Impressum neben einer offenbar altbekannten Adresse in Erfurt genannt wird, sorgt für Heiterkeit. „Ja, stimmt, Postkastenfirma. Ob wohl bald auch noch gekaufte Adelstitel und akademische Grade dazu kommen?“, fragt ein User auf dem Rammstein-Forum Austria.