Todesursache von Keith Flint: Doch kein Suizid?


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Mehrfach haben Gerichtsmediziner versucht, die Todesursache von „The Prodigy“-Mitglied Keith Flint eindeutig zu ermitteln. Der 49-Jährige wurde im März dieses Jahres tot in seinem Haus in der englischen Grafschaft Essex aufgefunden. Zu Beginn wurde vermutet, Flint habe Suizid begangen. Auf diese Theorie beriefen sich auch Bandkollegen Liam Howlett und Maxim Reality.

Nachdem der Fall jedoch aufgrund mangelnder Indizien mit offenem Ergebnis abgeschlossen wurde, konnte nie mit Sicherheit gesagt werden, woran Flint starb. Gerichtsmedizinerin Caroline Beasley-Murray erklärte, woran das liegt: „Wir werden niemals genau wissen, was an diesem Tag in seinem Kopf vorging.“ Möglicherweise war der Musiker durch einen Unfall zu Tode gekommen: „Vielleicht alberte er herum und es ging fürchterlich schief“, so die Expertin.

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The Prodigy: Keith Flint, Leroy Thornhill, Liam Howlett, 19
The Prodigy: Keith Flint, Leroy Thornhill, Liam Howlett, 1992

Außerdem wurde bestätigt, dass Kokain, Alkohol und Kodein in seinem Blut nachgewiesen werden konnten. Beasley-Murray habe zwar auch Suizid als Todesursache in Erwägung gezogen, allerdings seien die Beweise dafür nicht ausreichend: „Um das festzuhalten, müsste ich herausbekommen haben, dass Mr. Flint nach Abwägung der Möglichkeiten die Idee entwickelte, dann vollzog und sich der Konsequenz seiner Handlungen, seinem Tod, bewusst war. Dafür gibt es aber nicht genügend Beweise.“

Die Untersuchung des Falles wird im Verlauf des heutigen Tages (23. Juli 2019) wiederaufgenommen. Zuletzt hatten sich zahlreiche Künstler zu dem tragischen Tod Flints geäußert. Liam Gallagher widmete ihm beispielsweise beim diesjährigen „Glastonbury Festival“ den Oasis-Hit „Champagne Supernova“: „Dieser Song ist für den einzig wahren Keith Flint. Champagne Supernova. Passt auf euch auf und habt eine gute Nacht.“

Martyn Goodacre Getty Images