„Top Gun: Maverick“: Kinostart wegen COVID-19 verschoben


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Hollywood scheint zum Stillstand gekommen zu sein: Reihenweise sind Filmproduktionen eingestellt und etliche Veröffentlichungen von neu zu erscheinenden Filmen verschoben. „Top Gun: Maverick“ ist das jüngste Beispiel dafür. Die langerwartete Fortsetzung des Filmklassikers von 1986, der einst Tom Cruise zum Weltstar machte, hätte ursprünglich am 24. Juni in den Kinos anlaufen sollen. Nun wurde dieses Datum aber hinsichtlich der aktuellen Coronavirus-Pandemie auf den 23.Dezember 2020 verschoben.

Finanzielles Risiko zu hoch

Den Entschluss den Kinostart bis auf Jahresende zu verschieben soll, Berichten von „Variety“ zu Folge, mit der Befürchtung der Studios zusammenhängen, dass selbst wenn Kinos in wenigen Monaten wieder aufsperren sollten, das Publikum noch längst nicht bereit wäre, diese wieder zu besuchen.

Außerdem sei das finanzielle Risiko schlichtweg zu hoch. Denn die Produktionskosten des Filmes sollen 150 Millionen US-Dollar betragen haben. Um eine derartige Summe wieder einzuspielen, müssten die Kinos daher weit mehr als nur „gut“ besucht sein. Mit der Verschiebung auf Dezember erhofft man sich somit bessere Chancen auf kommerziellen Erfolg.

Ein derartiges Fiasko zu verhindern könnte auch mit den bisherigen finanziellen Einbußen der Vermarktung des Filmes zu tun haben. Denn die Werbekampagne – alleine für einen Super-Bowl-Werbespot wurden 5,6 Millionen US-Dollar veranschlagt – soll nun zu Gänze neu gestartet werden, da der Film in sieben Monaten höchstwahrscheinlich wieder in Vergessenheit geraten sein wird.

„Top Gun 2“ ist längst nicht der einzige Film von Hauptdarsteller Tom Cruise, der von der derzeitigen Coronakrise betroffen ist. So mussten Dreharbeiten in Venedig für den siebten Teil seiner „Mission Impossible“-Saga aufgrund der rasanten Ausbreitung des Virus in Italien im Februar abgesagt werden.