Dieser Trailer zeigt, worauf es in der neuen „Twin Peaks“-Staffel wirklich ankommt


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Explizitere Bilder?

Twin Peaks
Ausschnitt aus „Twin Peaks“

Das ergibt auch Sinn, denn „Twin Peaks“ erzählt über seine absurd-komischen Dialoge, das durchaus ironisch inszenierte Setting und den schrägen Figuren hinaus eine reichlich düstere Geschichte über sexuellen Missbrauch, Drogenkartelle, familiäres Leid und allgemein unter dem Deckmantel der Suburbia-Gesellschaft gehaltene Sehnsüchte. „Fire Walk With Me“ drückte dies nur von jedem TV-Zucker befreit wesentlich expliziter aus. Showtime dürfte dem Regisseur genug Raum geben, seine Vorstellungen durchzusetzen, ohne ständig an den Jugendschutz zu denken (wie einstmals notwendig).

Lynch orientierte sich zudem in der Darstellung des Unheimlichen in seinen Werken durchaus mehrfach an den Gemälden Edward Hoppers, die mit großer Präzision die Tyrannei des modernen Lebens, die Einsamkeit des Individuums, aber auch die geradezu unheimliche Schönheit Amerikas mit ihren kaum zu bindenden Polen „Wildnis/Großstadtleben“ versinnbildlichen. Auch „Twin Peaks“ lebt(e) von dieser Faszination.

So könnte der exzentrische Blick auf das Kleinstadtsoziotop – mit seiner eigensinnigen, höchst amerikanischen Architektur – auch mit der neuen Season wesentlich bedeutsamer sein als eine zielführende Handlung. Fans werden es begrüßen, Neueinsteiger könnten es schwer haben. Aber nach allem, was wir Weniges über die dritte Staffel wissen, könnten die neuen Folgen vor allem ein echtes Geschenk für jene sein, die der Serie über all die Jahre die Treue gehalten haben.


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