Universität will Geheimnis von Taylor Swift entschlüsseln


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Das Pop-Phänomen Taylor Swift kommt in den Hörsaal. Das Clive Davis Institute der New York University (NYU) bietet ab dem 26. Januar ein Seminarreihe über ihre musikalische und gesellschaftliche Entwicklung an. Initiator der umfassenden Analyse-Session ist der NYU-Professor und Musiker Jason King, die Kursleiterin Brittany Spanos, Redakteurin beim amerikanischen ROLLING STONE.

Das Programm widmet sich dem Swift-Sound, beginnend bei Erbe und Wandel in der Country-Szene, bis hin zu ihrer bemerkenswerten Entwicklung zur megaerfolgreichen Musikunternehmerin. Dazu gehören auch gesellschaftliche Diskurse über Frauenbilder sowie „weiße“ und „schwarze“ Muster im Pop.

Kommt Taylor Swift zu Besuch?

Ob Taylor Swift persönlich zur Erhellung der Studenten beitragen wird, ist bislang noch offen. Das US-Institut, das eine Art akademische Variante des praxisbezogenen Liverpool Institute of Popmusic ist, verweist zudem auf die seeehr lange Warteliste für die Veranstaltung.

Nach Beschreibung der NYU will man die Anziehungskraft als auch die Abneigung gegen Swift in ihrer Musik und der öffentlichen Wahrnehmung „dekonstruieren“. Dazu gehören Kultur und Politik ihrer Teenagerzeit, ihre immense Fanbasis, aber auch das Weißsein in ihrem Image und die dahinter liegenden Machtverhältnisse. Business-Interessierte werden bei Urheberrecht, Eigentumsfragen und Social-Media-Strategien bedient.

Künstlerische Wertschätzung lernen

Ein schöner Satz aus der Beschreibung des Seminar-Ziels geht so: „Die Studenten werden ein höheres Maß an künstlerischer Wertschätzung, kritischem Denken, Recherche- und Schreibfähigkeiten entwickeln“.

Britanny Spannos vom ROLLING STONE sagte im Branchenblatt „Variety“: „Ich schreibe über Taylor Swift seit ich vor einem Jahrzehnt professionell damit begonnen habe, und bin sogar noch länger ein großer Fan von ihr. Daher ist es mir eine große Ehre, mein Swiftie-Fachwissen mit den Studenten zu teilen. Ich hoffe, dass ich ihnen dabei helfen kann, das zuweilen zwiespältige Verhältnis zu einem Weltstar zu überdenken.“