Windom Earle in „Twin Peaks“: Kenneth Welsh ist tot


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Der Charaktermime Kenneth Welsh – bekannt vor allem durch seine Darstellung des Windom Earle in „Twin Peaks“ – ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Das gab Welshs Sohn, der Musiker Devon Welsh, in den sozialen Medien bekannt.

„Mein Vater ist am Donnerstag friedlich zu Hause verstorben“, schrieb er auf Instagram. Ich werde ihn immer über alle Maßen lieben. Er lebte ein wunderbares Leben, er war der beste Vater, den ich mir hätte wünschen können, und er hat so viele Menschen berührt.“

Welsh, der am 30. März 1942 in Edmonton in Kanada geboren wurde, hatte nach zahlreichen Engagements im kanadischen Fernsehen und bei einigen Spielfilmproduktionen in den frühen 80er Jahren den Sprung nach Amerika geschafft. Zu sehen war er meist in Nebenrollen, allerdings mit markanten Auftritten in Filmen wie „Perfect“ (1985), „Sodbrennen“ (1986) und „Im Zeichen der Jungfrau“ (1988).

Verrücktes Schachgenie in „Twin Peaks“

Das TV-Phänomen „Twin Peaks“ machte ihn aber einem weltweiten Publikum bekannt, auch wenn das Publikumsinteresse bei seinem Auftauchen in der zweiten Staffel als diabolisches, geistig verwirrtes Schachgenie Windom Earle, in der Erzählung der Serie der einstige Mentor und FBI-Partner von Agent Dale Cooper, bereits stark nachgelassen hatte.

Bis zuletzt spielte Welsh noch in einigen Hollywood-Produktionen mit – war unter anderem zu sehen in „Legenden der Leidenschaft“ (1994), „The Day After Tomorrow“ (2004) und 2021 in „The Middle Man“, seinem letzten Kinofilm. Auch im Fernsehen war er häufig zu sehen, etwa in „Akte X“, „Law & Order“ und „The Outer Limits“.

Neben zahlreichen Filmpreisen erhielt Welsh im Jahr 2003 auch den Order of Canada, die höchste zivile Auszeichnung des Landes. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekannt.