Zara Larsson rechnet mit Chappell Roans Kritikern ab: „Ihr hasst Frauen“

„Wenn eine Frau Grenzen setzt, drehen die Leute durch“, sagt Zara Larsson über den Umgang mit Chappell Roan.

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Zara Larssons Zuneigung zu Chappell Roan wächst und wächst. Gegenüber „The Guardian“ beschrieb sie das sogar mit einer simplen mathematischen Formel: „Je mehr Leute sie hassen, desto mehr liebe ich sie“, sagte sie. Trotzdem fügte sie hinzu: „Ich finde überhaupt nicht gut, wie sie behandelt wird.“

Roan geriet seit ihrem Aufstieg zum Weltstar vor einigen Jahren mehrfach ins Kreuzfeuer der Öffentlichkeit. Als sie 2024 ein Statement veröffentlichte, in dem sie eine klare Trennlinie zwischen ihrem „Arbeits-“ und ihrem „Privatleben“ zog, fühlten sich manche Fans vor den Kopf gestoßen. Roan blieb standhaft: „Was ich nicht akzeptiere, sind creepy Menschen, Berührungen und Verfolgung“, erklärte sie.

Die Verachtung, die manche Roan entgegenbringen, hat laut Larsson eine simple Ursache: Sexismus. „Wenn eine Frau Grenzen setzt, drehen die Leute durch“, sagte sie. „Männer können gewalttätige Verbrechen begehen und werden dafür bejubelt – aber wenn eine Frau sagt: ‚Hört auf, mir nachzulaufen‘, ist das plötzlich kontrovers? Das bedeutet doch nur: Ihr hasst einfach Frauen.“

Der Vorfall mit Jorginho

Zuletzt geriet Roan ins Visier der Öffentlichkeit, als der brasilianische Fußballspieler Jorginho behauptete, die Sängerin habe einen Sicherheitsmann angewiesen, seine Frau und seine elfjährige Stieftochter „äußerst aggressiv“ zurechtzuweisen – weil das Mädchen die Dreistigkeit besessen hatte, an Roan vorbeizugehen und sie anzulächeln. Der Wachmann habe der Mutter gesagt, sie solle ihre Tochter nicht andere Menschen „respektlos behandeln“ oder „belästigen“ lassen. Das Ganze stellte sich als riesiges Missverständnis heraus.

Roan veröffentlichte ein Video, in dem sie klarstellte, sie habe die Mutter und die Tochter gar nicht wahrgenommen: „Es kam niemand auf mich zu, niemand hat mich gestört.“ Und weil es offenbar nötig war, das überhaupt auszusprechen, sagte Roan außerdem: „Ich hasse keine Menschen, die meine Musik mögen. Ich hasse keine Kinder. … Wenn ihr euch unwohl gefühlt habt, tut mir das wirklich leid. Das habt ihr nicht verdient.“

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Dann meldete sich der Sicherheitsmann Pascal Duvier zu Wort – den Roan gar nicht beschäftigt hatte. „Ich übernehme die volle Verantwortung für die Vorfälle am 21. März“, erklärte er. „Ich war im Hotel im Auftrag einer anderen Person und gehörte nicht zum persönlichen Sicherheitsteam von Chappell Roan. Meine Handlungen erfolgten nicht im Auftrag von Chappell Roan, ihrem persönlichen Sicherheitsteam, ihrem Management oder anderen Personen.“ Das alles war also letztlich für die Katz – und die eigentlichen Leidtragenden der ganzen Sache waren Roan und die Stieftochter.

Larsson und der Mega-Ruhm

Larsson selbst erklärte gegenüber „The Guardian“, sie sei bereit für den ganz großen Ruhm. „Ich gedeihe geradezu bei Aufmerksamkeit in jeder Form“, sagte die Sängerin, die letztes Jahr ihr neues Album „Midnight Sun“ veröffentlichte und ihre Freizeit damit verbringt, ihr Wikipedia-Foto zu aktualisieren. „Als ich jünger war, dachte ich: ‚Oh, ich kann es kaum erwarten, bis Paparazzi vor meinem Haus stehen.’“