25 Jahre nach seinem Tod: Rio Reiser erhält Ehrengrab in Berlin


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Rio Reiser, Sänger und Gründer der deutschen 1970er-Jahre-Rockband Ton Steine Scherben, bekommt 25 Jahre nach seinem Tod ein Ehrengrab in Berlin. Das gab der Berliner Senat am heutigen Dienstag (6. Juni) nach einer Sitzung bekannt. Neben Rio Reiser werden außerdem zehn weitere Berühmtheiten mit Ehrengräbern geehrt – darunter auch der Dramatiker Bertolt Brecht.

Rio Reiser starb am 20. August 1996 in der nordfriesischen Gemeinde Stadum, durch Blutungen an Krampfadern in der Speiseröhre. Nach seinem Tod wurde er auf seinem dortigen Privatgrundstück begraben, welches anschließend zur Pilgerstätte seiner Fans wurde. 2011 verkauften seine Erben die Immobilie und ließen das Grab des Musikers auf den Berliner St.-Matthäus-Kirchhof in Schöneberg verlegen.

Die Regelungen rund um Ehrengräber

Ehrengräber werden durch Städte oder Gemeinden an Bürger*innen vergeben, die zu Lebzeiten besondere Verdienste oder Leistungen vollbracht haben. Wer ein Ehrengrab erhält, entscheiden öffentliche Behörden. Verstorbene können erst fünf Jahre nach ihrem Tod eine solche Ehrung erhalten und in der Regel für einen Zeitraum von vorerst 20 Jahren.

Ursprünglich war auch geplant, dass der Berliner Heinrichsplatz in Berlin-Kreuzberg 25 Jahre nach dem Tod von Rio Reiser zum Rio-Reiser-Platz umbenannt werden sollte. Dieses Vorhaben wurde aber durch den Gegenwind der Anwohner*innen gestoppt.