Weißes Haus: „Loser“-Tour von Bruce Springsteen wird floppen
Weißes Haus reagiert mit Verachtung auf Springsteens „Land of Hope and Dreams Tour“
Als Bruce Springsteen Anfang dieser Woche den nordamerikanischen Teil seiner „Land of Hope and Dreams Tour“ ankündigte, tat er dies mit einer weiteren nicht ganz subtilen Spitze gegen Präsident Donald Trump.
In einer Erklärung versprach er den Fans, dass er und die E Street Band „eure Stadt feiern und verteidigen werden – Amerika, die amerikanische Demokratie, die amerikanische Freiheit, unsere amerikanische Verfassung und unseren heiligen amerikanischen Traum – die allesamt von unserem Möchtegern-König und seiner abtrünnigen Regierung in Washington D.C. angegriffen werden“.
Während solche Rügen in der Vergangenheit direkte Reaktionen von Trump ausgelöst haben, scheint Springsteens pointierte Tourankündigung am Präsidenten vorbeigegangen zu sein. Stattdessen brauchte es eine Anfrage von „Politico“ beim Weißen Haus, um eine Stellungnahme von Senior Communications Director Steven Cheung zu erhalten.
Wortspiel-Attacke aus dem Weißen Haus
„Wenn dieser Loser Springsteen in seine eigene City of Ruins in seinem Kopf nach Hause zurückkehrt, wird er erkennen, dass seine Glory Days hinter ihm liegen und seine Fans ihn Out in the Street zurückgelassen haben, ihn in einen Tenth Avenue Freeze-Out versetzen, weil er an einem schweren Fall von Trump Derangement Syndrome leidet, das sein Gehirn verfaulen ließ.“
Auch wenn die Botschaft offensichtlich genug ist, sagen wir es so: Dieser zottelige (born to) run-on sentence hätte ein wenig Lektorat vertragen können. „Left him Out in the Street“ und „putting him in a Tenth Avenue Freeze-Out“ wirkt etwas redundant. Und was bedeutet es überhaupt, wenn Springsteen „in seine eigene City of Ruins in seinem Kopf“ zurückkehrt?
Anhaltende Kritik an Trump
Springsteen gehört seit Trumps politischer Karriere zu dessen lautstärksten Kritikern, doch seit Beginn der zweiten Amtszeit des Präsidenten im vergangenen Jahr hat der Rocker dies noch verstärkt. Allein in diesem Jahr äußerte er sich entschieden gegen das harte Vorgehen der Trump-Regierung in der Einwanderungspolitik und veröffentlichte sogar einen Protestsong, „Streets of Minneapolis“, nach der Tötung von Alex Pretti durch ICE im Januar. (Das Weiße Haus bezeichnete den Song damals als „zufällig“ und „irrelevant“.)
Was seine bevorstehende Tour betrifft, beginnt diese – vielleicht nicht ganz zufällig – am 31. März in Minneapolis. Und sie endet am 27. Mai im Nationals Park in Washington, D.C. Die Wahl der Städte wirkt dabei durchaus symbolträchtig und unterstreicht die politische Aufladung der Konzertreihe.