Jon Stewart verurteilt Trumps Angriff auf Iran: „Unsere Bomben sind jetzt klüger als unser Präsident“

Jon Stewart spottet in „The Daily Show“ über Trumps Iran-Krieg – und fragt: „Ist das ein Krieg oder ein neuer Energy Drink?“

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Jon Stewart kritisierte die anhaltenden Raketenangriffe auf Iran, die von Israel und den USA koordiniert wurden und am Wochenende Irans Obersten Führer Ali Khamenei töteten. Der Late-Night-Host scherzte, er müsse ein „20 Jahre lang laufendes Segment“ namens „Mess O’Potamia“ wieder aus der Schublade holen.

„Amerika musste offenbar einen ganzen Krieg anzetteln, um einen 86-jährigen Mann mit angeschlagener Gesundheit zu töten – anstatt einfach, ich weiß nicht, drei Wochen zu warten und das gesättigte Fett seinen Job machen zu lassen“, witzelte Stewart.

Stewart erklärte, wie sehr sich Israels Premierminister Benjamin Netanyahu über einen Krieg mit Iran freue – eine Haltung, die Donald Trump teile. Er spielte einen Clip ein, in dem Trump eine USA-Mütze trägt und die Operationen gegen Iran ankündigt.

Trumps Auftritt im Keller

„So machen wir das also?“, fragte Stewart. „2 Uhr morgens, Mar-a-Lago-Keller, kein Licht? Du hast nicht mal so ein Influencer-Ringlicht? Und das ist unser Outfit? Blazer, keine Krawatte, Hemd aufgeknöpft? Sieht mehr aus wie der Vater der Braut, der mit dem Caterer abrechnet. Das ist unsere Ansage? Und nicht um kleinlich zu sein, aber Baseballkappe? Wir nehmen eine Baseballkappe für einen Krieg nach Wahl?“

Er fügte hinzu: „Du hättest das im Weißen Haus in Anzug und Krawatte im ‚Ich-hab-Bin-Laden-getötet-Flur‘ machen können. Aber nein. Du hast dich für Ferienhaus, Trucker Hat, Typ-der-gleich-beim-Member-Member-Turnier-seines-Clubs-eine-Ansage-macht entschieden. Sehr stilvoll.“

Dann kommentierte Stewart Trumps Namen für die Operation gegen Iran: „Operation Epic Fury“. „Ist das ein Krieg oder haben die Paul-Brüder schon wieder einen Energy Drink gelauncht?“, sagte er. „Hört auf, die Millennials Scheiß benennen zu lassen.“

Irans Reaktion auf alle

Seitdem hat Iran mehrere Stützpunkte an verschiedenen Orten angegriffen, darunter im Irak und in Kuwait.

„Amerika und Israel greifen Iran an“, reagierte Stewart. „Und Irans Antwort ist, einfach alle zu ficken anzugreifen. Ich hab in meinem Leben schon ein, zwei Kneipenschlägereien erlebt – und ich bin ziemlich sicher, dass das Schlimmste, was man bei einer Zwei-gegen-einen-Tracht-Prügel tun kann, ist, jeden anderen auch noch zu schlagen.“

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Stewart holte Jordan Klepper dazu, der „live aus Istanbul“ berichtete, um mehr über die Lage zu erfahren. „Fühlt sich so gut an, wieder im Krieg zu sein!“, berichtete Klepper. „Diese vier Wochen seit Venezuela waren so langweilig. Alter, es war so öde, dass wir so taten, als würde uns Eishockey interessieren. Düstere Zeiten.“

Bomben klüger als der Präsident

Der Host schloss sein Monolog mit den Worten: „Ich kann es nicht fassen. Unsere Bomben sind jetzt klüger als unser Präsident … Wie schnell ist die Rechte von ‚Frieden durch Stärke‘ zu ‚Frieden durch Krieg‘ übergegangen. Und wir sitzen alle mit im Boot – in einem Krieg ohne klares Ziel, kein Ende in Sicht. Alles nur nach Trumps Laune.“

Emily Zemler schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil