Mystikal bekennt sich schuldig: Vergewaltigung dritten Grades
Der 55-jährige Rapper, dem ursprünglich Vergewaltigung ersten Grades, Raub, häusliche Gewalt und Freiheitsberaubung vorgeworfen wurden, drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Mystikal hat sich laut The Guardian eines Vorwurfs der Vergewaltigung dritten Grades schuldig bekannt. 2022 war der Rapper verhaftet und anschließend wegen Vergewaltigung ersten Grades, einfachem Raub, häuslicher Körperverletzung und Freiheitsberaubung angeklagt worden. Damals plädierte der 55-Jährige auf nicht schuldig; der Prozessbeginn war für den 30. März angesetzt.
Das neue Schuldbekenntnis wurde vor dem Gericht des Ascension Parish in Louisiana im Rahmen eines Deals eingereicht, der die mögliche Strafe erheblich reduziert. Während die ursprüngliche Anklage wegen Vergewaltigung ersten Grades eine automatische lebenslange Freiheitsstrafe nach sich gezogen hätte, drohen Mystikal, bürgerlicher Name Michael Tyler, für eine Verurteilung wegen Vergewaltigung dritten Grades nun bis zu 20 Jahre Haft. Die Urteilsverkündung ist für Juni geplant.
Tylers Rechtsvertreter reagierten nicht umgehend auf eine Anfrage des ROLLING STONE.
Vorwürfe von 2022
2022 gab eine Frau an, Tyler habe sie sexuell missbraucht und gegen ihren Willen festgehalten. Bei einer Anhörung im August desselben Jahres sagte Detective Garrett Keith vom Sheriff’s Office aus, eine weibliche Bekannte Tylers habe dessen Haus am Abend des 30. Juli aufgesucht, um eine angebliche finanzielle Vereinbarung zu besprechen. Keith schilderte, die Frau habe von einem abrupten Stimmungsumschwung Tylers berichtet: Er sei gewalttätig geworden und habe sie anschließend sexuell missbraucht. Seit seiner Verhaftung sitzt Tyler aufgrund seiner Vorstrafen ohne Möglichkeit auf Kaution in Untersuchungshaft.
Tyler ist lebenslang als Sexualstraftäter registriert. Bereits 2003 wurde er wegen sexuellen Übergriffs auf seine Friseurin verurteilt und verbüßte dafür sechs Jahre Haft, bevor er 2010 entlassen wurde. Sieben Jahre später sah er sich erneut mit einem Sexualdelikt konfrontiert – diesmal ebenfalls mit Anklagen wegen Vergewaltigung ersten Grades sowie Entführung zweiten Grades. Tyler saß dafür knapp 18 Monate in Untersuchungshaft, ehe er eine Kaution von drei Millionen Dollar hinterlegte. Die Anklagen wurden schließlich im Dezember 2020 von einer Grand Jury aufgrund neu aufgetauchter Beweise fallen gelassen.